You are using an unsupported browser, so some features may not work. Please upgrade to a modern browser
Ihr Webbrowser ist veraltet und wird leider nicht in vollem Umfang unterstützt.

ARCHIV

SUCHBEGRIFF
KATEGORIEN
JAHR
 
 

NEWSLETTER ARCHIVE 2010
June, 2010

Über Schwofen und Prickeln, Facebook und Prekariat, Schauspiel und Schuhe

"Es gibt zwei bemerkenswerte Errungenschaften des Theaters. Die eine ist, jemand lügt uns an, wir wissen das und haben trotzdem kein Problem damit, wir sind also erlöst von der moralischen Begleitung des Problems. Die andere ist, Theater kann zeigen, dass die Situation gleichsam die Mutter des Menschen ist. Ich vermute sogar, Theater kann nur diese beiden Sachen und ist für alles andere nicht zu gebrauchen."

So weit, so René Pollesch.

"Scheine nie, was du bist. Oder einfacher ausgedrückt: Glaube ja nicht, wen du vor dir hast, sonst scheinst du, was du nicht bist, oder du scheinst, und glaubst nicht, was du scheinst, was du bist, oder du scheinst, was du glaubst, wen du vor dir hast."

Ja, auch die Herzogin aus Alice in Wonderland gibt Schauspielunterricht.

Ein paar SchauspielerInnen experimentieren auch bei ImPulsTanz (u.a. Christine Standfest / theatercombinat, Ed Hauswirth / Theater im Bahnhof, Davis Freeman / Random Scream) aber ungleich anderslautenden Gerüchten wird bei ImPulsTanz doch auch immer noch getanzt. Ja, sogar auf der Bühne! Das glaubt mir jetzt wieder keine, aber wenn ich's euch doch sag. Stimmt schon, "With Subtitles" klingt nach Programmkino und "Pavlova 3'23" auch nach John Cage und "III" nach Monarchie oder Meinl, aber gerade hinter diesen Behauptungen wird geschwoft als gäbs kein Morgen. Auch ist "Holes" weder ein Kommentar zur Finanzkrise noch zur misslichen Lage des Golfs von Mexiko durch BP, und sowieso "Crotch" nicht der langangekündigte Lars-van-Trier-Porno, sondern alles Tanz. Aber ist nicht sowieso die potentielle Begegnung mit etwas Unerwartetem das Prickelnde an Tanz und Performance? Oder ist das nur im richtigen Leben so?

Jedenfalls gibt's jetzt Tickets für ImPulsTanz10. Und weil die Optik ja rein bühnig nicht wurscht ist, gibt's auch schon ein paar Videos von den tollen Frauen Dorvillier, Juren, MacRae und Orlin und auch vom tollen Herrn Dimchev.

http://www.impulstanz.com/festival10/performances/program/
http://www.impulstanz.com/gallery/videos/

Und weiterhin 175 Workshops & Researchprojekte. Apropos: für einige davon ist das nur ein Umweg auf die Bühne. Denn für die Performances von Davis Freeman ("Too Shy To Stare 2010") bzw. Hans van den Broeck ("Café Prückel") werden noch Akteusen und Akteure gesucht. Näheres unter untenstehenden Auditionankündigungen!

http://www.impulstanz.com/festival10/workshops/
http://www.impulstanz.com/festival10/extras/en/article/audition-cafeprueckel/
http://www.impulstanz.com/festival10/extras/en/article/audition-davisfreeman/

"Inelegantly and without my consent, time passed." (Miranda July)

Und so geschah's, dass wir uns nun schon mitten im VIS befinden. Dieses erfreuliche Kurzfilmfestival samt Wettbewerb berückt nicht nur mit einer schönen Spielortauswahl (Metro-Kino, Badeschiff, Reformierte Stadtkirche u.a.) und einem Liegekino, sondern auch mit dem Programmschwerpunkt "Film Dance Rhythm", mit Arbeiten von Martin Arnold, Billy Roisz, Spike Jonze uvm. Noch bis übermorgen:

http://viennashorts.com/

Nach einem furiosen Finale incl. Kochshow fürs Prekariat, Nestroys Gesamtwork an einem Abend und dem Nachwuchsprojekt STARTGUTHABEN "'68 - war da was?" beschließt am 10. Juni die Garage X ihre erste Saison am Wiener Petersplatz mit DJ-Line und Tischtennistischen. Nach einem Jahr mit "Schicksal Kaufkraft", "Kapitulation live" und "Verarmen jetzt!" samt dementsprechenden T-Shirts endet dieses nun versöhnlich und der "Logik des Exzesses" folgend mit dem "Luxus des Glücks" und besagtem in China sagenhaft populärem Zelluloidballsport.

http://www.theaterpetersplatz.at/portal/

Die zehn Gebote bestehen aus knapp 300 Wörtern, die Privacy-Einstellungen von Facebook angeblich aus knapp 30.000, das Schauspielhaus Wien hat trotzdem erstere als Inspiration für die Texter ihrer Saison 2009/2010 genommen. Zeitlos ist quasi per se immer auch zeitgenössisch. Im Rahmen des gemeinsam mit brut und Dschungel lancierten Best-of-Finales "Alles muss raus!" gibts so in der letzten Juniwoche ein Wiedersehen mit gespielten Texten von Gerhild Steinbuch. Paulus Hochgatterer, kathrin röggla u.a. in der Porzellangasse. Und mit Arbeiten von den ImPulsTanz-DozentInnen Amanda Piña, Doris Uhlich, Akos Hargitay im MQ bzw. im Konzerthauskeller.

http://www.schauspielhaus.at/

Henry Hopper: "Dad, I think you're probably a pretty good actor, but why did you play that terrible guy King Koopa in Super Mario Bros.?"
Dennis Hopper: "Well Henry, I did that so you could have shoes."
Henry Hopper: "Dad, I don't need shoes that badly."


JUICE

---

Juice schreibt monatlich an weitgehend Tanzinteressierte. Solltest Du dies anders sehen, meld Dich unter diesem Link ab: http://www.impulstanz.com/news/newsletter/unsub4bba739aa9eeeb233bfe8fdfdd217eac/

Und komm jederzeit gern wieder!

GOOD TO KNOW

Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

Sneak previews auf unsere aktuellen Performances, oder sweet Memories vergangener Workshops und Festival-Events sehen Sie hier. MORE

© ImPulsTanz

Alles über unsere vorangegangenen Festivals finden Sie HIER

© Karolina Miernik

Fesche Goodies der letzten Festival-Ausgaben ab jetzt HIER

© ImPulsTanz - All rights reserved
Date: 14.10.2019, 08:01 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/2010/newsletter/id983/