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PRO SCENE 2008

Critical Endeavour 2008

Critical Endeavour ist ein Fortbildungs- und Workshopprogramm für junge JournalistInnen in den Bereichen Tanz- und Performance, das erstmals im Rahmen von ImPulsTanz 2008 in Wien stattfindet. Es ist Teil der neuen europäischen Initiative Jardin d’Europe, die von einem Netzwerk aus 10 Partner-Institutionen entwickelt wurde (Ultima Vez / B, CCN Montpellier / F, Workshop Foundation / H, Lokomotiva / MK, Station / RS, Art Link / RO, Cullberg Ballet /SE, Bimeras Culture Foundation / TR, Southbank Centre /UK, danceWEB / A). Ziel von Critical Endeavour ist die nachhaltige Förderung der öffentliche Auseinandersetzung mit Tanz und der Austausch über “best practice”, Ethik und Verantwortung von Kritik in Anbetracht der betreffenden Länder und Kontexte. Critical Endeavour wird 2008 von dem renommierten deutschen Tanzkritiker und Theoretiker Franz Anton Cramer geleitet.

Critical Endeavour bietet den TeilnehmerInnen ein vielfältiges Angebot an fundiertem Expertenwissen, professioneller Erfahrung, Auseindersetzung und Austausch mit KünstlerInnen, KollegInnen und weiteren AkteurInnen dieses beruflichen Umfelds. Das Programm erstreckt sich über drei Wochen und ist in zwei Axen organisiert:
• Expertise sammeln und journalistische, esseayistische und theoretische Arbeitsmethoden für das Schreiben im Bereich Tanz und Performance zu erlernen;
• drei PreisträgerInnen der insgesamt 12 jungen ChoreografInnenen der [8:tension]+ Reihe des Festivals nominieren und eine dementsprechende Ethik der Evaluierung zu erarbeiten. Der Ö1 Prix Jardin d’Europe besteht aus 10.000 Euro für den ersten, zwei Residencies für den zweiten und dritten Preis.
 
Bei letzterem bilden die eingeladenen JournalistInnen die Jury in der sie die gezeigten Arbeiten diskutieren, Kategorien definieren, Kriterien erstellen und eine neue Ethik der Beurteilung anstreben.

Bezüglich des ersten Punktes wird den TeilnehmerInnen ein vielfältiges Angebot an Möglichkeiten des Schreibens, Veröffentlichens und Experimentierens geboten. Es soll ein Raum geschaffen werden, in dem sie ihre Interessen und ihr ästhetischen Erfahrungen bzw. ihre Erfahrungen als ZuschauerInnen des vielfältigen Programms von ImPulsTanz diskutieren können.

Die österreichische Tageszeitung DER STANDARD hat sich bereit erklärt das Projekt Critical Endeavour als Host zu unterstützen und Artikel der TeilnehmerInnen zu veröffentlichen. Weitere Texte der jungen JournalistInnen sind ab 23. Juli in Form eines Blogs auf der ImPulsTanz Website abrufbar.

Die TeilnehmerInnen an Critical Endeavour 2008 sind:

• Bettina Hagen (AT)
• Sébastien Hendrickx (BE)
• Dora Juhasz (HU)
• Berna Kurt (TR)
• Mihaela Michailov (RO)
• Nathalie Nad-Abonji (CH)
• Domoina Ratsarahaingotiana (MG)
• Ingrid Türk-Chlapek (AT)
• Ani Vaseva (BG)
• Ana Vilenica (RS)
• Lyndsey Winship (UK)

Folgende ExpertInnen stellen als DozentInnen ihre professionellen Erfahrungen und speziellen Arbeitsmethoden in Workshops von jeweils ein bis fünf Tagen vor:

• Tiago Bartolomeu Costa, Obscena, POR
• Gérard Mayen, Mouvement, F
• Gia Kourlas, The New York Times, USA
• Hooman Sharifi, choreographer, NOR
• Peter T’Jonck, De Morgen, B 

Tiago Bartolomeu Costa (Portugal)
Absolvierte den Aufbaustudiengang in Theaterwissenschaft an der Universität Lissabon. Er ist Kritiker für darstellende Kunst, ansässig in Portugal, und freier Journalist für verschiedene Zeitschriften und Tageszeitungen wie: Público (Portugal), Mouvement (France), Ballettanz (Germany), Maska (Slovenia), idanca (Brazil). Er ist Gründer und seit 2007 Direktor von Obscena-revista de artes performativas (www.revistaobscena.com), einer portugiesischen Zeitschrift für darstellende Kunst. Außerdem ist er Mitglied des internationalen Gremiums vom Divadelna Nitra Festival (Slowakei).

Gérard Mayen
Ist Journalist und Tanzkritiker für verschiedene Medien wie Mouvement, Mouvement.net, Danser, Quant à la danse und Pref. Er ist Wissenschafter an der Abteilung für Tanz der Universität Paris 8 und publizierte u.a. „De marche en danse, dans la pièce Déroutes de Mathilde Monnier“ (L’Harmattan, 2005) und „Danseurs contemporains du Burkina Faso“ (L’Harmattan, 2006). Zur Zeit ist er mit der Organisation der Feier zum 30-jährigen Jubiläum des Centre national de danse contemporaine d’Angers betraut.

Er arbeitet mit verschiedenen choreografischen Stilen und versteht sich durch seine Arbeit als Redakteur insbesondere als Vermittler zwischen der choreografischen Kultur und dem Publikum. Sein Schwerpunkt liegt dabei in der ausführlichen Analyse von Tanzstücken und seiner Arbeit über die Wahrnehmung des Tanzes an sich. Außerdem ist er professioneller Trainer der Feldenkrais-Methode, die für seine Arbeit von großer Bedeutung ist.
Er ist Mitglied verschiedener Gremien zur Beurteilung und Förderung des zeitgenössischen Tanzes.

Gia Kourlas (NY)
ist Tanzjournalistin bei Time Out New York, einem wöchentlichen Kunst- und- Freizeitmagazin, bei dem sie für Redaktion, Verarbeitung und Konzeption im Tanzbereich sowohl im Print- als auch im Onlinebereich verantwortlich zeichnet. Als regelmäßige Mitarbeiterin der New York Times schreibt sie Kritiken, Essays und Reportagen über Tanzveranstaltungen.

Jury-Tätigkeiten: National Endowment for the Arts (Tanz), Multi-Arts Production (MAP), die neue Arbeiten in allen Disziplinen and Traditionen der Darstellenden Künste unterstützt, Dance Critics Association und Bessie Committee (the New York Dance and Performance Awards). Mitherausgeberin der Ausgabe von Movement Research Performance Journal über Tanzjournalismus (gemeinsam mit Sarah Michelson). Beiträge zu vielen Publikationen wie Vogue, Dance Magazine und Dance Now mit. Weiters arbeitete sie bei The Paris Review, einem literarischen Journal gegründet 1953 von Harold L. Humes, George Plimpton und Peter Matthiessen, beim New York Magazine (als Redaktionsassistentin) und beim Museum of TV & Radio (als Redakteurin). Blogger auf www.thewinger.com (gegründet von Kristin Sloan). Essays von Gia Kourlas erschienen in „Balanchine: Celebrating a Life in Dance“ (mit Fotos von Costas).

Hooman Sharifi
Hooman Sharifi ist im Iran geboren und aufgewachsen und jetzt norwegischer Staatsbürger. Er kam 1989 im Alter von 15 Jahren allein nach Norwegen. Seine ersten Erfahrungen im Tanz machte er mit Hip-Hop und Street Jazz. Mit 21 nahm er Unterricht in klassischem Ballett und Modern Dance. 1997 wurde er in das 3-jährige Choreographie-Programm am National College of Ballet and Dance in Oslo aufgenommen, das er 2000 mit einem Diplom abschloß. Er war immer daran interessiert, an den Schnittstellen von Tanz und Theater zu arbeiten und hat nach seiner Abschluß sowohl mit Darstellender als auch mit Bildender Kunst gearbeitet. 2000 gründete er Impure Company. Die Aussage "Kunst ist gleich Politik" - wobei soziale Wahrnehmung und Engagement das Wort Politik definieren - repräsentiert das Credo der Impure Company und bezeichnet das, was Kunst ist und sein sollte.

1998 arbeitete er mit der Liat Dror & Nir Ben Gal Company in Tel Aviv. 1999 war er Assisting Choreographer bei "Blekkhusets natt" (Regie Kjetil Skøien) am Black Box Theatre, Oslo.
Unter den Projekten, an denen er teilgenommen, bzw. die er organisiert hat, sind: Art as arena for solving of conflicts, ein Bildungsprojekt unter Einbeziehung von Visual Arts, Theater und Tanz, das vom College of Art in Oslo mit Teilnehmern aus dem Kosovo, Serbien und Norwegen 1999/2000 organisiert wurde und eine Zusammenarbeit mit Zero Visibility Corp. 2000/2001 in Oslo.
Sein Stück „As if your death was your longest sneeze ever“ (2002) wurde von Impure Company produziert und von BIT-Teatergarasjen Bergen, Monty (Antwerpen) und springdance/works koproduziert. Sein Duett „Then such silence since the cries were last heard“ (2001) mit Kristine N. Slettevold (Video Anne Lise Stenseth) wurde koproduziert von BIT-Teatergarasjen und Monty. Sein Solo „Suddenly, anyway, why all this? While I....“ (2002) war eine Auftragsarbeit für BIT-Teatergarasjen für Oktoberdans 2000.

Pieter T’Jonck
Geboren 1960, Architekt und Kritiker, lebt und arbeitet in Leuven, Belgien. Er arbeitet seit 1980 als Kritiker, zu Beginn für das studentische Wochenmagazin “Veto”, ab 1984 schrieb er über Tanz und Theater für “De Standaard”. Seit 2001 schreibt T’Jonck über Tanz in “De Tijd” und seit 2006 für “De Morgen”. Seit 2006 ist er auch für Klara, den nationalen Radiosender in Belgien, als Tanzkritiker tätig. Er schrieb Beiträge über Theater, Tanz und Architektur für verschiedene Magazine und Bücher, u.a. Etcetera, Ballettanz, DWB, Archis, A+. www.sarma.be beinhaltet einen kleinen Teil der Veröffentlichungen aus dieser Zeit (sowohl jene für Zeitungen als auch Zeitschriften).

Von 1994 bis 2001 unterrichtete Pieter T’Jonck Architekturdesign an der Universität Gent, von 2000 bis 2008 Geschichte des Theaters an der Antwerp Academy (DKO). Er ist Berater für DasArts in Amsterdam (2007-2008).

Pieter T’Jonck begann seine Arbeit als professioneller Tanz- und Theaterkritiker 1984. De Standaard wählte ihn aufgrund der Qualität seiner vorherigen Artikel in Veto aus. Gleichzeitig entwickelte sich seine andere Berufslaufbahn: als Architekt und Lehrer an der Architekturschule an der Universität Ghent. Aus diesem Grund setzen sich vieler seiner Texte besonders mit den vielschichtigen Beziehungen zwischen Architektur und Urbanismus einerseits und Tanz oder Theater andererseits auseinander. Ein großer Teil der Texte über Theater widmet sich natürlich bestimmten Aufführungen, aber besonders die Texte in Büchern und Zeitschriften geben einen Überblick über neue Entwicklungen von Theater und Tanz und versuchen zu definieren, welche Bezüge diese zu den Entwicklungen in anderen Kunstformen haben.

Dieses Project wird realisiert im Rahmen des mehrjährigen Kooperationsprojekts Jardin d'Europe, das vom Kulturprogramm der Europäischen Union gefördert wird.

GOOD TO KNOW

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Dancer: Helmut Fixl © Johanna Figl

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Date: 23.10.2019, 05:41 | Link: https://www.impulstanz.com/archive/2008/proscene/id1925/