Rosas Repertory – Desh
persönliche Freiheiten
Wir erlernen Ausschnitte der Trioversion, die 2005 von Anne Teresa de Keersmaeker, Salva Sanchis und mir kreiert wurde. Da ich am Entstehungsprozess beteiligt war, werde ich darauf fokussieren, den TeilnehmerInnen die Quellen dieser Arbeit und die Inspiration, aus der sie kommen, erfahren zu lassen. Das Vergnügen, Bewegung zu erleben, seine emotionalen Texturen und all seine differenzierten Qualitäten von Fülle, Raum, Schwingungen und Explosionen, bilden das Zentrum meines Unterrichts. Das Ziel ist es ein tieferes Verständnis für den Stil, die Philosophie, das Werk Anne Teresa de Keersmaekers und Rosas zu bekommen und persönliche Freiheiten in den starren Strukturen des Trios zu entwickeln.
Tools for composition
Dieses Atelier bietet Tools für die Entwicklung neuer Bewegungsimpulse. Jede/r TeilnehmerIn wird ihr/sein eigenes Bewegungsmaterial als Ausgangspunkt verwenden und dieses mittels strukturierter Vorgaben transformieren. Diese Transformationen nehmen Einfluss auf den eigenen Bewegungsstil und werden durch musikalische Variationen erzeugt. Das zugrundeliegende Thema wird immer wieder verändert, manipuliert und zerlegt um eine Basis an zusammenhängenden Kompositionselementen zu schaffen. Das Ziel ist es, sich selbst zu überraschen und ein Spiel mit den entwickelten Bewegungsphrasen zu schaffen. Es soll eine Erweiterung der choreografischen Handschrift und des poetischen Markenzeichens der individuellen Bewegungsqualität erreicht werden.
Marion BallesterMarion Ballester arbeitet seit ihrer Ausbildung am CNDC Angers (1987 bis 1989) als Choreografin, Performerin und Dozentin. Ihre Karriere begann 1989 mit Engagements bei Dominique Petit, Phillipe Decouflé und später bei Rosas. 1992 ging sie nach New York um ihre Ausbildung in den Trisha Brown Studios fortzusetzten. Danach begann sie selbst zu choreografieren, gründete ihre eignene Compagnieund kreierte: „Blue Mathematics“, „Unconscious Landscape“ (2000) ein Tanz/Skulptur/Video Projekt für vier TänzerInnen inspiriert von der Arbeit Louise Bourgeois’, „Intimez-moi“ (2001); „Bord à Bord“ (2002); und schließlich „Neptune“ (2004) für das Festival des Antipodes in Brest, eine Performance für fünf TänzerInnen zu Musik von Philippe Manoury.
2002 war sie Assistentin von Anne Teresa de Keersmaeker für „Once“ und tanzte im Trio „Desh“ mit Salva Sanchis und Anne Teresa de Keersmaeker.
Zwischen 2007 und 2009 arbeitete sie an dem Triptychon: „Trois solis pour Marion“ in Zusammenarbeit mit Benoît Lachambre, Osman Kassen Khelili und Odile Duboc.
2010/2011 wurde sie von Raimund Hoghe für „Si je meurs, laissez le balcon ouvert“ engagiert.
Marion Ballester unterrichtet an verschiedensten Ausbildungsstätten und für Tanzcompagnien: CND-Paris, P.A.R.T.S., Angelin Preljocaj, Philippe Découflé und Jean-Claude Gallota.
Photo: Marion Ballester © Anne Norman