Improvisation & Installation
ein Versuch bildende Kunst und Tanz zu verbinden
In der Phase des Aufwärmens werden Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen angeboten. In weiterer Folge wird jedem Einzelnen viel Raum zum Improvisieren und Erforschen der eigenen Bewegungssprache geboten (Solo, Duett, Gruppe)
Ein sich entwickelnder Bewegungsprozess fordert zum Experimentieren und Installieren von, zur Verfügung gestellten Material und Objekten (Dots*), aus dem Bereich der bildenden Kunst, auf. Das Verhältnis von TänzerIn zu Objekten und Raum wird erforscht. Das Einrichten eines Bewegungs-und Zuschauerraumes durch Gruppenteilung soll zu Tanzimpulsen auf das Gesehene anregen.
Wir werden sowohl mit als auch ohne Musik arbeiten. Die Stille kann zu einer authentischen Auseinandersetzung mit der Umgebung und deren Einfluss auf Geste, Form und Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten in der Tanzimprovisation führen.
Jede TänzerIn hat die Möglichkeit individuell an den angebotenen Strukturen zu arbeiten und sie im eigenen Rhythmus zu interpretieren.
*Dots von Christine BaumannDer bewegte Körper II: Ihr Auftritt bitte!
Was bedeutet „ zeitgenössische Tanztechnik“, die auf jeden Körper und Geist individuell zugeschnitten ist, beziehungsweise was haben wir in unserer Verschiedenheit gemeinsam?
Welche Körper - und geistige Techniken braucht man auf der Bühne?
Wie kommt man zu Genauigkeit?
Wenn wir unseren Körper benützen, um die Umwelt und die Menschen rundherum wahrzunehmen, müssen wir lernen,
Augen, Haut, Nase, Herz, Hirn und Ohren zu öffnen.
Wenn wir tanzen, um damit etwas zu sagen (einem Publikum oder Tanzpartnern), müssen wir lernen, deutlich zu sprechen und unnötiges beiseite zu lassen.
Der Workshop schließt am letzten Kurstag mit einem kurzen showing ab.
Sonja BrowneSonja Browne ist Tänzerin, Choreografin, Trainerin und Begründerin von danse brute. Sie engagiert sich für den in Österreich noch weitgehend unbekannten inklusiven Tanz, der sich mit dem breiten Bewegungsspektrum, das sich durch die unterschiedlichen physischen, sensorischen und kognitiven Möglichkeiten von Menschen mit Behinderungen eröffnet, beschäftigt.
2011 gründete sie „ tanzmontage.Balance“ als tägliches Angebot im Rahmen von Balance (Tagesstruktur für Menschen mit Behinderungen).
Sonja Browne wirkte bei Editta Braun/Salzburg, Willi Dorner/Wien, AMICI/Großbritannien und Theater STAP/Belgien mit und erarbeitet seit 1999 im Rahmen von danse brute in enger Zusammenarbeit mit Menschen mit und ohne Behinderungen Tanzstücke und performances.
Johanna TatzgernJohanna Tatzgern studierte an der Universität für angewandte Kunst. Seit 1990 nahm sie an Weiterbildungen im Bereich „Neuer Tanz“ (Contact-Improvisation, Improvisationtechnik, Authentic Movement, Körperarbeit) teil und ist seit 2006 DanceAbility Trainerin.
Es folgten diverse Einladungen zu Festivals und Symposien, Zusammenarbeit mit Tänzern, Künstlern und Wissenschaftern, Realisierung von Installationen, Performances unter Einbeziehung von Mensch, Medien, Raum und bildender Kunst.
1999 gründete sie den Verein Goldfluß Unlimited (Konzeption und Ausführung prozessorientierter Projekte im sozial-künstlerischen Raum).
Seit 1994 setzt sie sich intensiv mit der Projektarbeit mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen auseinander unter anderem am Institut Hartheim, Kunstraum Goethestraße – pro Mente.
Seit 2007 arbeitet sie an dem Aufbau einer Tanz/Performancegruppe Tanzmontage im Verein Balance (Verein für Integration und Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen) und realisiert künstlerische Projekte unter anderem „Inter-View“ (gemeinsam mit Elke Krasny), in der Galerie 5020 Salzburg „Eigensinn-Eigensicht“, Fotoarbeiten (Museum auf Abruf,Wien), „Synthese: Tanz –Film” (Videopräsentation, Tepidarium, Peripher, kuratiert von Bernadette Dewald, Filmcoop, Tanzquartier Wien), „Portraits afterlife“ (Installation, Performance, kuratiert von Katherina Zakravsky, Academie van Eyck, Maastricht, Holland), „Aftermath of a Faun – Hybridtraining“ (gemeinsam mit Katherina Zakravsky), „Interspirale“ (Installation/Performance, Pushkinskaya, St. Petersburg, Russland), „Drängen & Sehnen“ (ImPulsTanz, 8tension, sowie Künstlerhaus, Videoarbeit für eine Soloarbeit von Ingrid Reisetbauer,Wien), „Between screens“ (Konzept: Lisa Hinterreitner, Performance/Installation, Sommerszene 06 Salzburg), u.v.m.
Photo: Sonja Browne © Heinz Schmölzer