Archive 2010


WORKSHOPS
Übersicht aller Workshops
Zusatzworkshops
Workshop Levels
Workshopinfo .pdf
Stand: 26.05.2012
Änderungen vorbehalten
Workshops 2010
Kerstin Kussmaul
Week2: 26. - 30. Juli
12:05 - 13:50Myoreflextraining for Dancers Adv
14:10 - 17:10Labor: Musik/Bewegung o
Week4: 9. - 13. August
18:00 - 20:00Gravity Happens: Principles of Movement Beg

Kerstin Kussmaul & Barbara Roitner
Myoreflextraining for Dancers
Verletzungsprävention und kreatives Potential der Myoreflextherapie

Die Myoreflextherapie arbeitet an den Muskelfühlern und erreicht damit auf Umwegen die Schaltzentrale Gehirn.

Diese physiologische Verbindung wird genützt zum Wahrnehmen von spezifischen Muskeln und deren Aktivierung in Bewegung. Unser Gehirn hat eine schier unendliche Fähigkeit zu erkennen, zu variieren und zu ergänzen. Im künstlerischen Ausdruck entstehen dadurch Möglichkeiten, unser inneres Erleben neu in Bewegung zu bringen.

Anatomische Zusammenhänge, Funktionen und Details werden durch Berührung
und Bewegung erfahrbar gemacht. Insbesondere werden wir uns mit einigen
Muskelgruppen wie z.B. Psoas/Adduktoren/Tensor Fasciae latae beschäftigen,
die - abhängig von der Art ihres Gebrauchs - Auswirkungen auf andere
Körperregionen haben und dort Probleme verursachen können ( im o.g.
Beispiel Knie, Lendenwirbelsäule u.a.). Durch Spannungsregulation wird der Bewegungsumfang vergrößert und die Muskelfunktionsketten arbeiten effizienter zusammen.

Das zur Spannungsregulation zugehörige Prinzip der "Kraft in der Dehnung" ist auch im Hatha Yoga enthalten. So werden wir sowohl die Yoga-Praxis und die Perspektive der Traditionellen Chinesischen Medizin einbeziehen, da die Muskelfunktionsketten mit den Meridianen der TCM korrelieren.



Gravity Happens: Principles of Movement
Schwerkraft passiert einfach

Dieser Workshop richtet sich an AnfängerInnen, die ihren Körper besser Kennenlernen wollen, bevor sie mit einem Tanzworkshop beginnen. Ein Leitfaden, der das Wohlsein in unserer Alltagsbewegung fördert und Anleitung gibt, wie ma Verletzungen bei Tanz und Sport verhindern kann. Bewegungsmuster werden analysiert und den Teilnehmern wird gezeigt, wie man effiziente Wege findet.
Wir konzentrieren uns auf sensorische Entwicklung, Flexibilität und Kraft. Es besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen. Je nachdem, was für die Gruppe wichtig ist, danach richtet sich der Workshop.
Die Bewegungsprinzipien basieren auf der Mechanik des Körpers, der sich in einem Feld von Schwerkraft bewegt. Unser Nervensystem ist auf eine vertikal organisierte Struktur von Knochen, Muskeln, Gelenken, Organen, Flüssigkeiten, Geweben, u.a. ausgerichtet. Bei Bewegungen sind all diese Systeme in eine dynamische Konversation involviert.
Einige essentielle Aspekte dieser Konversation brechen wir auf Übungen und erforschende Improvisationen herunter:
- wie entwickeln wir ein effiziente Kraft und Stabilität des Zentrums?
- wie lassen wir unnötige Spannung los und benutzen die tiefen Muskelschichten, während wir gleichzeitig die oberflächlichen entspannen?
- wie artikulieren wir Bewegung in der Wirbelsäule?
- wie bewegen wir den Körper als Einheit und wie isolieren wir Bewegung?
- wie integrieren wir den Boden beim Bewegen und Falten und Entfalten des Körpers?

Unser neu erworbenes Wissen wird in kleinen Choreografien und Improvisationen angewendet.
In dieser Praxis wird dein Körper verbundener und entwickelt seine eigene Intelligenz. Sei darauf vorbereitet, mit deinem Geist so viel wie mit deinem Körper zu arbeiten.


Kerstin Kussmaul & Michael Bruckner-Weinhuber
Labor: Musik/Bewegung

In diesem Labor betrachten wir Musik und Bewegung als gleichwertige Partnerinnen, jenseits tradierter Rollenvorstellungen. Welche Beziehungen  können wir zwischen Musik und Bewegung außerhalb traditioneller Bewegungsbegleitungen finden?  
Wir nutzen Prinzipien aus dem Authentic Movement wie das wertfreie Betrachten (und Hören) der Anderen und seiner Selbst für unsere Fragestellungen. Das Erkennen von natur-, kultur- und persönlichkeitsbedingten Reaktionen auf akustische und visuelle Wahrnehmungen und ein bewusster Umgang damit sind Bestandteile unserer Reflexion über den Prozess. In diesem Sinn ist dieses Labor auch ein Wahrnehmungslabor.

Außerdem setzen wir uns mit synästhetischer Wahrnehmung auseinander (z.B. Musik sehen, Bewegung hören), um diese für den kreativen Prozess zu nutzen. Und wir erforschen Stille.
Live Musik: E- Gitarre und (präpariertes) Klavier, Körper und Umwelt.

Der Workshop ist für TänzerInnen (advanced und intermediate level) und für MusikerInnen mit Bewegungserfahrung geeignet.



Kerstin Kussmaul
Kerstin Kussmaul ist Tanzschaffende und Somatic Movement Educator. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt in Musik/Tanzprojekten sowie der Entwicklung neuer Formate in der Vermittlung und Erforschung von Bewegung, wie z.B: „Vexations: Wir nennen es Arbeit“, eine Musik/Raum/Performance Installation, die 2009 bei ImPulsTanz uraufgeführt wurde. Sie ist Magistra der Musik und Tanzpädagogik, studierte Somatic Movement Education und TCM in Berkeley/USA, Myoreflextherapie und Yoga und unterrichtet in Europa und den USA. Sie ist Projektinitatorin und Leiterin von IDOCDE (International Documentation of Contemporary Dance Education), einem zweijährigen EU-geförderten Projekt mit 12 europäischen Partnern.
Photo: Kerstin Kussmaul © Jork Weismann