Are we here yet?
Achtung! Der Workshop findet nur vom 10. - 12. August statt!
Meg Stuart wird einen zweitägigen intensiven Improvisations-Workshop halten.
Sie wird die TeilnehmerInnen in eine Auswahl der Übungen einführen, die in ihrem neuen Buch “Are we here yet?” (heraugegeben von Jeroen Peeters) beschrieben sind. Diese Übungen sind im Laufe von zwanzig Jahren im Studio entstanden und basieren zumeist auf dem Repertoire von Meg Stuarts Damaged Goods.
Meg StuartMeg Stuart (°1965, New Orleans) ist Choreografin und Tänzerin, die in Berlin lebt. 1986 erhielt sie ihren Tanzabschluss an der New York University und setzte ihr Training in Release Technik und Contact Improvisation am Movement Research fort. In den 1980er Jahren arbeitete sie als Tänzerin mit Nina Martin, Lisa Kraus, Federico Restrepo und Marcus Stern, und von 1986 bis 1992 war sie Mitglied der Randy Warshaw Dance Company, wo sie auch dem Choreogafen assistierte. Auf Einladung des Klapstuk Festivals in Leuven (Belgien), kreierte sie ihr erstes abendfüllendes Stück „Disfigure Study“, das den Beginn ihrer Karriere als Choreografin in den USA und Europa darstellte. Klapstuk unterstütze ihre Arbeit, und nachdem sie mithilfe von Projekten wie SKITe 1992 in Paris, von der Europäischen Performance Szene angenommen war, gründete Meg Stuart 1994 ihre Compagnie Damaged Goods mit künstlerischem Sitz in Brüssel. Ein wiederkehrendes Element der Arbeit von Meg Stuart und Damaged Goods ist die ständige Suche nach neuen Formen von Kooperation, Kontexten und Überkreuzungen von Theater, Architektur und bildender Kunst. Mitte der 1990er Jahre arbeitete Meg Stuart mit bildenden Künstlern wie Bruce Mau, Lawrence Malstaf, Gary Hill und Ann Hamilton an ihren „Insert Skin“ Serien. Das in situ Projekt „Highway 101“ (2000-01) enstand in sechs verschiedenen Städten in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur Stefan Pucher und dem Videokünstler Jorge León.
Durch Residencies am Schauspielhaus Zürich (2000-04) und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin (seit 2005), machte sich Meg Stuart mit dem Deutschen Theater bekannt, was zu Zusammenarbeiten mit Regisseuren wie Stefan Pucher, Frank Castorf und Christoph Marthaler führte. Dadurch übte sie sich in großangelegten Produktionen von „ALIBI“ über „It’s not funny“ zu „Do Animals Cry“. Spezielle Projekte reizen sie nach wie vor. Die bahnbrechende Improviationsserie „Crash Landing“, die 1996 mit Christine De Smedt und David Hernandez initiiert wurde, war nur der Anfang von Stuarts zahlreichen Improvisationsprojekten, die sie bis heute weiterführt: „Auf den Tisch!“ (seit 2005) und „Politics of Ecstasy“ (2009) in Zusammenarbeit mit Jeremy Wade und Eike Wittrock. Ihre Arbeit wurde bei der Documenta X gezeigt und für die Manifesta7 in Bozen kreierte sie die Videoinstallation „The only possible city“.
Meg Stuart erhielt den Mobil Pegasus Preis beim Sommertheaterfestival in Hamburg (1994) für „No Longer Readymade“; den Kulturpreis der Katholischen Universität in Leuven (2000); den Deutschen Theater Preis Der Faust (2006) für ihre Choreografie „Replacement“; den Französischen Kritikerpreis (2008) für „Blessed“; einen Spezialpreis für „Maybe Forever“ beim Bitef Festival in Belgrad (2008); und den Bessie Award in New York (2008).
Photo: Meg Stuart © Tina Ruisinger