Gyrokinesis
Sinne sensibilisieren und das Nervensystem stimulieren
Gyrokinesis ist ein sicheres und systematischer Lernprozes, der von Julio Horvath, einem Turner, Ballettänzer und Schwimmer entwickelt wurde. Dieses Trainingssystem entstand, als er sich von mehreren Verletzungen erholen musste. Die Übungen beinhalten Schlüsselelemente aus Yoga, Tai Chi und dem Tanz.
Der Unterricht beginnt mit einer Übungsserie, die zum erwecken der Sinne gedacht ist und setzte mit Übungen für die Wirbelsäule auf einem Sessel fort. Die Übungen werden in einer bewusten Atmosphäre und mit ständigen Wiederholungen durchgeführt, was den TeilnehmerInnen die Möglichkeit gibt durchgehend angeleitet zu werden und dabei kontrolliert zu werden. Jede Übung ist mit bestimmten Atemmustern verknüpft, was die Sauerstoffzufuhr für Herz und Gefäße stimuliert.
Wenn Wirbelsäule und Nervensystem gut vorbereitet sind, werden kreisförmige Arm- und Beinbewegungen und komplexere Bewegungsabläufe hinzugefügt. Wir machen Dehnungs- und Kräftigungsübungen zur Stärkung des Rückgrates.
Ballet for Contemporary Dancers
Leichter, freudvoller und menschlicher
Die Klasse untersucht und re-evaluiert die klassische Balletttechnik mit dem Ziel, das Bewusstsein der TänzerInnen gegenüber ihrem eigenen Alignment (Ausrichtung) zu stärken.
Der Unterricht ist in zwei Teile halbiert: die Übungen an der Stange und in der Mitte.
Die Übungen an der Stange konzentrieren sich auf die Isolation und die Auflockerung der Gelenke, um dadruch das Zentrum des/r TänzerIn zu stärken und ein richtiges Placement (Platzierung) zu ermöglichen. Das Placement wird flüssiger und funktionsfähiger, statt steif gehalten zu werden, was bewirkt, dass Bewegung immer leichter fällt und sich natürlicher anfühlt.
In der zweiten Hälfte des Unterrichts, in der Mitte, werden die TeilnehmerInnen dazu aufgefordert, das an der Stange erlernte Placement und die Leichtigkeit als Kraftquelle und für individuelle Dynamik zu nutzen. Das Training in der Mitte beruht auf Gewichtsverlagerung, Motivation und Bewegungsfluss, aber vor allem auf Momentum statt auf der reinen Form von Bewegung, und ermöglicht den TeilnehmerInnen mehr Bewegungsfreiheit und mehr Ausdruckskraft zu erlangen. Das führt zu einem höheren Selbstbewusstsein bei der Eroberung des Raumes und der Freiheit jenseits von Technik zu arbeiten.
Libby FarrLibby Farr erhielt ihre Tanzausbildung an der School of American Ballet in New York und tanzte für verschiede Ballettcompagnien in den U.S.A. und Europa. Sie leitete vier Jahre lang Die Etage in Berlin und war Ballettmeisterin beim Ballett Pretty Ugly in Freiburg.
Gegenwärtig ist sie regelmäßig Gastdozentin unter anderem bei P.A.R.T.S. und bei der London Contemporary School, Henny Jurriens Stichting, Texas Christian University, Tanz Fabrik, Balance Studio One, Copenhagen Dansens Hus und lehrt bei Compagnien wie Rosas, Ultima Vez, Charleroi Danses und Batsheva Dance Company. Sie ist Gastdozentin bei P.A.R.T.S. und SEAD und unterrichtet Compagnien wie die Pina Bausch Tanzcompagnie, das Ballet Preljocaj, Cristina de Châtel und Cullberg Ballet.
Sie ist relgelmäßig als Dozentin zu Gast bei ImPulsTanz u.a.
Photo: Libby Farr © Marta Lamovsek