LOVE
Die Liebe. Jeder hat sie schon öfters genossen, an unerwiderter oder verflossener Liebe gelitten und hat sich mit Herzenslust und Risikobereitschaft wieder verliebt. Sie ist wohl unsere wichtigste Motivation und Inspiration.
Dieser Workshop hat die Liebe zum Inhalt. Was hat die Wissenschaft über die Liebe herausgefunden, über ihre verschiedenen Formen, ihre Urspünge, ihre Objekte, ihre Dynamik? Damit werden wir uns auseinandersetzen. Jeder Tag wird einem Aspekt der Liebe gewidmet sein, Sex ist einer davon.
Der Schwerpunkt wird aber auf der sinnlichen Ebene liegen: Wir werden durch Bilder, Filme, Videos, Gedichte und Musik unsere Wahrnehmung der Nuancen und Facetten der Liebe verfeinern und erweitern und sie in strukturierte und freie Improvisationen umsetzen. Wir werden zu zweit, zu dritt oder in der ganzen Gruppe Elemente der Grotowski-Methode, der Contact Improvisation, der Ensemble Improvisation und anderer verwenden, die uns spielerisch zu einer verstärkten Sensibilität für unseren eigenen und für einen anderen Körper verhelfen, die uns für unsere eigenen Gefühle und die anderer Menschen bewusster machen, und die uns Lust intensiver erleben lassen.
Gemäß Indischer Philosophie können sterbliche Menschen Göttinnen oder Götter der Liebe werden - versuchen wir's!
Robert TrapplRobert Trappl ist Professor der Medizinischen Kybernetik und Artificial Intelligence, wie auch Dozent für Biokybernetik und Bioinformatik an der Medizinischen Universität Wien und lehrt Cognitive Science an der Universität Wien.
Er begann bei einem fünfwöchigen Workshop mit Alan Wynroth von La MaMa in New York zu tanzen, besuchte Contact Improvisation Workshops bei Willi Dorner und zahlreiche Workshops bei Jean-Yves Ginoux, Andrew Harwood, Marie Chouinard, Nina Martin, Ko Morobushi, Steve Paxton, Saburo Teshigawara und Mark Tompkins.
Seit drei Jahren hält er Vorlesungen und leitet Seminare über „Liebe: Ein Versuch einer multidisziplinären Annäherung“, beim Europäischen Master Studium für Cognitive Science, bei dem viele StudentInnen aus anderen Studienrichtungen teilnehmen.
Photo: Robert Trappl © Teresa Zötl