Archive 2010


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Stand: 26.05.2012
Änderungen vorbehalten
Workshops 2010
Sabina Holzer
Intensive 1: 24. + 25. Juli
12:00 - 18:00TANZSALON 21 - Exploration, Improvisation, Composition o

TANZSALON 21
Exploration, Improvisation, Composition

TANZSALON 21 versteht den menschlichen Körper als essentielle Möglichkeit, Verbindungen von und zu der Welt zu erforschen und zu unterstützen.

Die Auseinandersetzung mit dem Körperlichen wird durch Übungen/Ansätze aus dem zeitgenössischen Tanz und Yoga stimuliert, in denen die Wahrnehmung und Präsenz des Körpers unterstützt wird. Aus dieser Einstimmung und Aufmerksamkeit wird der Körper (das Wir, der singuläre Plural) in Bewegung wahrgenommen. Über ein Angebot von Strukturen,Text, Bildern, Musik kann jede/r ihre/seine Imagination ins Spiel bringen.
Tanz als Berührung von Vorstellung und Materie.
Tanz als Spiel der Gedankenmaterie, der Sinne.

Im Tanz (der Dinge) werden Reflexionsebenen in Bewegung gebracht. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen mit ihren Erfahrungen und Geschichten über Alltag, Politik, Poesie, und ihre verschiedenen künstlerischen Praktiken in Austausch zu treten.

Bewegung ist die Essenz von Empfindungen und Handlungen.
Durch die Auseinandersetzung mit diesen Bewegungen (die jeder kennt) entsteht die Möglichkeit, sich auf verschiedene Kommunikationssysteme einzulassen.

TANZSALON 21 ist Labor, Aktionsraum, Experimentierstätte.
Tanz/Choreografie und Improvisation stellen sich als Kommunikationsmittel vor die Form und folgen den Spuren des New Yorker Judson Dance Theatre der 60er Jahre, die damals schon durch ihre interdisziplinären PerformanceConcerts die Meinung vertreten haben: „Alles ist Tanz! Jede/r ist Tänzer/in!

TANZSALON 21 ist eine Projektion der Methoden und Ansätze von Dadaismus, Fluxus und Situationismus: Improvisation, Collage, Zufallsoperationen, Handlungsanweisung, Verwandlung und Träume.

Im TANZSALON 21 werden Wahrnehmungssysteme von Medienkunst, Film, Musik, bildender Kunst im Tanz reflektiert.

TANZSALON 21 verbindet Praxis und Diskurs, Amateur/Liebhaberei und Professionalität und ist, in diesem Sinne, Bewegung und Spiel mit unterschiedlichen Soziologien.


Sabina Holzer
Sabina Holzer studierte zeitgenössischen Tanz an der Hogeschool voor de Kunsten Amsterdam / SNDO. Davor war sie beteiligt am Theater- und Schauspieltraining im Theaterlabor "der Kreis" mit George Tabori und Walter Lot (Schauspielhaus Wien), sowie bei Markus Kupferblum's "Totales Theater". Sie studierte experimentelle Theater- und Köperarbeit nach Jacques Lecoq und Theatre de Corbeau Blanc in Frankreich und in den Niederlanden.
Imagination, Gedanken, Sprache und Text waren und sind für sie immer ein integraler Bestandteil von Tanz. Ruth Zaporahs „Action Theatre“, Yoga, Capoeira, Kinesthetic Awareness und Improvisation sind ihre Grundlagen, um das Zusammenspiel von Geist und Körper zu erforschen.

Sie entwickelt seit 1994 eigene Arbeiten die auf Festivals in Österreich, in den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Israel, den USA gezeigt werden und ist als Performerin in Projekten von internationalen ChoreografInnen tätig. Daniel Aschwanden / Bilderwerfer (A), Toxic Dreams (A), Fabian Chyle (D), Vera Mantero (P), Jeroen Peeters (Autor, B), Lito Walkey (D/ C), Boris Hauf (Musik, A) Philipp Gehmacher (A) sind ChoreografInnen und KünstlerInnen, mit denen sie über längere Zeit zusammen gearbeitet hat.

Seit 2003 wird sie zu Researchprojekten von Sabine Sonnenschein, Vera Mantero, Hooman Sharifi, Silke Bake, Juan Domingues eingeladen und hat auch selbst solche in Zusammenarbeit mit Jeroen Peeters, Jack Hauser und dem Internetmagazin Corpus organisiert (am Tanzquartier Wien, WUK (A), Vooruit Ghent (B), Le Quarz (FR), COAX Production Stuttgart (D)). Im März 2010 gestaltete sie „On Listening", einen künstlerischen Forschungsraum im Tanzquartier Wien.
Sie unterrichtet Exploration und Komposition in verschiedenen Institutionen und Gruppen wie SNDO Amsterdam, Studio Warmoestraat Amsterdam, Tanz und Theaterwerkstatt Ludwigsburg, Experiment Tanz Berlin, DanceAbility in Schulen mit den Bilderwerfen, Hochschule für Musik und Tanz Israel, Studio Machfeld.

Seit 2005 Produktionen mit Lux Flux, Machfeld (aka Sabine Maier und Michael Mastrototaro) und Martin Siewert (Musik), sowie bei Milli Bitterli / artificial horizon.
Außerdem realisiert sie in einer intensiven Zusammenarbeit unterschiedliche Projekte mit dem bildenden Künstler Jack Hauser, wie z.B. die fiktionautischen Interventionen „Paul Sernine und Miss Coochie“.

Sie ist seit 2007 Redaktionsmitglied bei dem Internetmagazin www.corpusweb.net.

Zur Zeit arbeitet sie an der Performance „It Is Not The Picture“ einer interdisziplinären Auseinandersetzung mit der Musik und den Schriften von Morton Feldman, sowie mit Jack Hauser und Machfeld an M1+1.
Photo: Sabina Holzer © David Bergé