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Stand: 25.05.2012
Änderungen vorbehalten
Workshops 2010
Michel Debrulle
Week1: 19. - 23. Juli
14:20 - 16:50Movement & Rhythm o

DAVID HERNANDEZ & MICHEL DEBRULLE
Movement & Rhythm

Dieser Workshop ist für professionelle und nicht-professionelle TänzerInnen gedacht.
Nach einer organischen (durch Singen, Klatschen, Stampfen,...) Einstudierung der rhythmischen Strukturen verschiedenen Ursprungs (Afrikanisch, Afro-Kubanisch, Indisch, zeitgenössisch,...), werden die TeilnehmerInnen diese Strukturen in den Körper übernehmen, um ihn mit neuen Bewegungsabläufen zu konfrontieren. Dabei soll die Architektur des Rhythmus den Körperrhythmus bestimmen. Die Phrasierung kommt vom Rhythmus, nicht von der Bewegung.

Danach werden die TeilnehmerInnen auf natürliche Weise ein intimes Verhältnis mit dem musikalischen Material aufbauen, was ihnen ermöglichen soll, sich beim Zuhören über unnötige Verzierungen oder theatrale Stimuli hinwegzusetzten. Das erlaubt ihnen mit Zeit und Raum zu spielen: beides auszudehnen oder zu verkürzen, darauf los zu spielen...mit oder ohne Schummeln. Das Ergebnis ist eine persönliche Interpretation der Musik, die auf der Basis einer inneren, organischen und mentalen Art zugänglich gemacht wird - eine wahre Quelle der Freiheit.


David Hernandez
David Hernandez, geboren in Miami, studierte Studiomusik, Jazz und Oper an der Universität von Miami und Tanz an der New World School of the Arts, bevor er nach New York ging, um bei der Trisha Brown Dance Company zu lernen. 1993 ging er mit Meg Stuart nach Europa, wo er mithalf, Damaged Goods in Belgien zu gründen. Er arbeitete fast fünf Jahre als Performer, Trainingsleiter und Stuart‘s Assistent bei der Compagnie. Später verließ er die Compagnie, um sich in Brüssel seinen eigenen Arbeiten zu widmen, und zwar unter dem Namen Edwardvzw.
Er entwickelte das Improvisationsprojekt „Crash Landing“ (1996-1999) in Zusammenarbeit mit Meg Stuart und Christine de Smedt. Weitere Improvisationsprojekte entstanden für Festivals wie das Klapstuk, Springdance, Sum of the Parts u.a. Er tanzte in Improvisationen mit Künstlern wie Katie Duck, Steve Paxton, Vera Mantero und anderen.
David ist ein international gefragter Dozent und unterrichtet seit 10 Jahren u.a. bei P.A.R.T.S. Er leitete das Performance Education Program (PEP) in Leuven bei der Klapstuk Festival Residenz. Er erhielt Unterstützungen unter anderem von der Flämischen Regierung wie auch von anderen Produktionshäusern für die Realisierung seiner Arbeiten. Weiters fungiert er als Partner für das private Tanzstudio Dance Centrum Jette mit Roxanne Huilmand, das von der Belgischen Regierung unterstütz wird.
Die letzteren Projekte waren in Zusammenarbeit mit Rebecca Murgi (Italien), Laborgras (Deutschland), Anouk Van Dijk Company (Niederlande), Anne Teresa De Keersmaeker and Rosas (Belgien). Er tanzt in der neuen Kreation von Rosas „Cesena“, die im Juli 2011 beim Festival D’Avignon Premiere feiern wird. Seine neue choreografische Arbeit mit dem Arbeitstitel „Thirst“ wird Anfang 2012 gezeigt.
David Hernandez schreibt weltweit über Musik, Tanz, Bildende Kunst, Multimediale Kunst, Events, Didaktik und Experimentelles Theater und ist als Pädagoge, Performer und Schaffender/Regisseur/Dramaturg sehr gefragt.
Web page – www.myspace.com/doojazz

Michel Debrulle
Michel Debrulle ist Schlagzeuger, der seine Grundausbildung in Paris an der I.A.C.P. und dem Königlichen Konservatorium in Liège erhalten hat, wo er unter anderem auch Improvisation und Jazz studierte. Er nahm Meisterklassen am Creative Music Studio in den USA mit Trilok Gurtu (Indien), Nava Vasconcellos (Brasilien) und Amadu Jarre (Sierra Leone). Ein Stipendium der S.P.E.S. Foundation gab ihm die Möglichkeit, nach Indien und Kuba zu reisen, um dort seine musikalischen Ferigkeiten zu vertiefen.

Er ist sowohl als Musiker als auch als Pädagoge tätig und tourt durch Europa, die USA, Kanada, Afrika und Asien mit verschiedensten Musik Ensembles, wie: Trio Bravo, La Grande Formation, Tous Dehors Big Band, Trio Grande, Rêve d'Eléphant Orchestre u.v.m. und ist auf zahlreichen CDs zu hören.

Als Musiker arbeitet er oft im Theater-, Tanz- und Performance-Kontext, unterrichtet verschiedene Rhythmus-Klassen und Workshops für SchauspielerInnen und TänzerInnen: P.A.R.T.S. (Brüssel), Konservatorium in Liège (Schauspielabteilung), Rosas (Brüssel), Danscentrum Jette (Brüssel) u.a.
In seiner pädagogischen Arbeit konzentriert er sich auf das organische Verständis und die Verinnerlichung von Rhythmus, wobei er das Verhältnis zwischen Luft und Erde privilegisiert. Ein wichtiges Element dieser Arbeitsweise ist die Praxis von verschiedenen mündlichen Rhythmustraditionen, die mit der Analyse von Improvisation und der verschiedenen Ansätze von Raum und Zeit, zusammenhängen.
Photo: Michel Debrulle © Bart Grietens