WORKSHOPS
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Workshop Levels
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Stand: 25.05.2012
Änderungen vorbehalten
Workshops 2010
Barbara Roitner
Intensive 1: 24. + 25. Juli
10:00 - 12:15 & 15:05 - 17:20Myoreflextraining o
Week2: 26. - 30. Juli
12:05 - 13:50Myoreflextraining for Dancers Adv
18:00 - 19:45Myoreflex/Sensorik/Motorik (G.A.)

Maud Paulissen-Kaspar & Barbara Roitner
Myoreflextraining
Muskelfunktion der Gefühle

„Wir sind in unserem Körper. Wir sind unser Körper und aus ihm heraus kommen Handlungen, Bewegungen und Gefühle - in ihm und mit ihm drücken wir uns aus und treten in Kontakt mit der Außenwelt. Träger und Ausdruckssysteme sind unsere Muskeln. Mit speziellen Muskel- und Bewegungsmelodien machen wir uns klein, ducken uns, erstarren wir oder richten uns aus, um die Welt zu erobern. Unsere Erfahrungen und unsere Biographie prägen, gestalten und formen unsere Haltung, Gestik und Mimik. Es ist das Körpergedächtnis, in dem wir stecken, uns aufbewahren und Dinge mit uns herum tragen. Über den Körper lauschen wir in uns hinein.“

Bewusst spüren, lesen und erkennen wir im Workshop Spannungen, Emotionen und Fehlhaltungen in unserem Muskelsystem. Schmerzlich verkürzte Muskeln und verspannte Muskelfunktionsketten, sowie die passiven Antagonisten können über Druckpunkte und spezielle Übungen gespürt – und dann mit erweiterter Wahrnehmung trainiert und überwunden werden. So können wir Emotionen und Erlebnissen, welche uns nicht explizit bewusst sind – uns jedoch im Alltag aus dem Körper heraus einschränken - nachspüren. Unserem dynamischen Selbstausdruck können wir den körperlich seelischen Raum für ein offenes Nach-vorne-treten geben.

Über spezielle Bewegungen und kinästhetische Erfahrungen mittels unserer Hände erreichen wir einfache Perspektivenveränderungen und lernen so, uns selber zu spiegeln. In diesem Akt des Erkennens sind Momente der Selbstentdeckung, des Aufrichtens und neue Handlungsmuster aus den Tiefen unseres Selbst heraus möglich. Im Vordergrund steht die Erfahrung, wie Körper, Geist und Bewegung eine Einheit in uns sind.
Wir spielen Emotionen und stellen Gefühle im Körper dar. Wir erforschen diese, „heben den Schleier“ des Begrenzenden in unserer Geschichte und genießen das Hinaustreten, die Qualitäten von „Dürfen“ und „Können“. Körperliches Gelingen hinterlässt dann seine Spuren im Gehirn, und gestaltet als Architekt unseren Bewegungsapparat. In einer Kreisfigur gestalten wir so die Erlebnissituation unserer Psyche. So Erfahrenes und Erlebtes kann dann spielerisch auch im normalen Alltag Gestalt annehmen.



Kerstin Kussmaul & Barbara Roitner
Myoreflextraining for Dancers
Verletzungsprävention und kreatives Potential der Myoreflextherapie

Die Myoreflextherapie arbeitet an den Muskelfühlern und erreicht damit auf Umwegen die Schaltzentrale Gehirn.

Diese physiologische Verbindung wird genützt zum Wahrnehmen von spezifischen Muskeln und deren Aktivierung in Bewegung. Unser Gehirn hat eine schier unendliche Fähigkeit zu erkennen, zu variieren und zu ergänzen. Im künstlerischen Ausdruck entstehen dadurch Möglichkeiten, unser inneres Erleben neu in Bewegung zu bringen.

Anatomische Zusammenhänge, Funktionen und Details werden durch Berührung
und Bewegung erfahrbar gemacht. Insbesondere werden wir uns mit einigen
Muskelgruppen wie z.B. Psoas/Adduktoren/Tensor Fasciae latae beschäftigen,
die - abhängig von der Art ihres Gebrauchs - Auswirkungen auf andere
Körperregionen haben und dort Probleme verursachen können ( im o.g.
Beispiel Knie, Lendenwirbelsäule u.a.). Durch Spannungsregulation wird der Bewegungsumfang vergrößert und die Muskelfunktionsketten arbeiten effizienter zusammen.

Das zur Spannungsregulation zugehörige Prinzip der "Kraft in der Dehnung" ist auch im Hatha Yoga enthalten. So werden wir sowohl die Yoga-Praxis und die Perspektive der Traditionellen Chinesischen Medizin einbeziehen, da die Muskelfunktionsketten mit den Meridianen der TCM korrelieren.



Maud Paulissen-Kaspar & Barbara Roitner
Myoreflex/Sensorik/Motorik GoldenAge
Gesundheit und tänzerische Bewegung für Senioren

Gesundheitsvorsorge erfordert keine außergewöhnlichen Anstrengungen, sondern die Rückbesinnung auf normale, physiologische, angeborene Muster. Prävention bedeutet, dass wir uns um die Erhaltung dieser natürlichen physiologischen Bedingungen kümmern. Genau dies geschieht z.B. in China, wo in öffentlichen Parkanlagen regelmäßig Ausgleichs- und Dehnungsübungen in der Tradition von Qigong und Tai Chi in großen, frei zugänglichen Gruppen praktiziert werden.
Im Westen ist das Sitzen während langer Schuljahre und im Berufsleben weit verbreitet. Dadurch festigen sich in nahezu allen Gelenken Beugehaltungen zu einem Grundzustand.
Auf der muskulären Ebene bedeutet dies, dass entscheidende Muskelgruppen relativ zu kurz werden und in einem Dauerzustand der Anspannung verharren. Spielerischer Ausgleich in Form von (ursprünglich kulturell eingebetteten) Handlungen wie Tanz, Ritual und Sport fehlen dagegen zunehmend.
Intelligente, d.h. gezielte, spielerische innere und äußere Bewegung in "Tanzschritten" kann Krankheiten und Erstarrung verhindern. Die Integration einfacher Übungen in den Alltag fördert Gesundheit auf mehreren Ebenen und hilft dabei, das Muskelsystem wieder zu aktivieren - in jedem Alter.
Auch nach klinischer Behandlung von Krankheit und Schmerz bieten die Kraft-in-der-Dehnung-Übungen (KiD-Übungen) ein optimales Instrumentarium für Nachbehandlung und nachhaltige Stabilisierung der wiedergewonnenen Gesundheit. Auch in späten Lebensjahren kann der Mensch seine motorischen Fähigkeiten innerlich erweitern. Entwicklung ist nicht etwas, das uns in unserer Kindheit und Jugend widerfährt, sondern wir entwickeln uns während unseres ganzen, aktiven Lebens.


Maud Paulissen-Kaspar
Maud Paulissen, geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, studierte Musik und Tanz in Maastricht, Niederlande und Wien. Danach folgte eine langjährige Lehrtätigkeit im Ausbildungsbereich Tanz, Schauspiel und Rhythmik u. a. am Konversatorium der Stadt Wien, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien, und eine Gastprofessur für Bewegungslehre und Improvisation mit Bewegung und Musik an der Janacekakademie für Musik und darstellende Kunst, Brünn, Tschechien. Sie war jahrelang Mitglied im Tanzbeirat der Stadt Wien. Seit vielen Jahren arbeitet sie als Musiktherapeutin, seit zehn Jahren setzt sie sich vermehrt mit Tanz für Menschen mit besonderen Bedürfnissen auseinander und ist Unterstützerin einer People First Gruppe in Wien.

Barbara Roitner
Barbara Roitner studierte Heilpädagogik in Wien und Muisk- und Tanzpädagogik an der Universität für Musik und Darstellende Kunst am Mozarteum in Salzburg.
Sie ist Musikerin und Tänzerin, hat ein Shiatsu-Diplom und studierte Body Mind Centering bei Bonnie Bainbridge Cohen in Amherst (Massachusetts) und Myoreflextherepie bei Dr. med. Kurt Mosetter in Konstanz.
Photo: Barbara Roitner © Jan Saathoff