Modern Technique Intermediate & Advanced
komplett, fundamental und strukturiert
Die Klasse beginnt mit einer Floorbar-Einheit, die von der Feldenkrais Technik inspiriert ist. Es ist wichtig, die Gelenke zu lockern, den Körper von unnötigen Verspannungen zu befreien, und sich Zeit für die Atmung zu nehmen. Die angeleiteten Übungen sind einfach und dafür gedacht, den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, eine Antwort im eigenen Körper zu finden.
Diese Übungen finden in der Rückenlage statt, was die Entspannung der Muskeln bewirkt. Die Bewegungen sind sehr präzise und minimal und beanspruchen spezifische Körperteile, um das Körperbewusstsein zu erhöhen. Diese Floorbar-Einheit dauert zwischen 20 und 30 Minuten.
Der zweite Teil der Klasse ist eine Bewegungsserie im Stehen in der parallelen Position. Der Fokus liegt auf der Beweglichkeit des Rumpfes, der Wirbelsäule und des Beckens, was den Teilnehmern ermöglicht ein Gefühl von Freiheit in der Bewegung zu finden und gleichzeitig die zwei wichtigsten Richtungen näher zu bringen: der Druck der Füße in den Boden hinein, vom Kreuzbein bis in die Fersen in Richtung Boden und von der Taille bis zum Kopf nach oben.
Der nächste Schritt ist entweder an der Stange oder im Zentrum zu arbeiten. Wir arbeiten nun in der Auswärtsposition. Die hierfür erstellten Übungen kombinieren Beinarbeit mit dem Oberkörper, was zu einer ganzheitlichen Beanspruchen des Körpers führt. Jeder Körperteil ist mit einem anderen verbunden. Deswegen ist es wichtig, dass die Bewegungen zielgerichtet sind, statt dass sie für sich behalten werden.
Nach diesen drei Stufen sind wir nun für das Bewegen durch den Raum vorbereitet. Cross the floor- Übungen, Projektion, Energiefluss des Körpers während der Bewegung durch den Raum, Drehungen und Sprünge. Meist ist es der Oberkörper, der die Bewegungen initiiert.
Die Klasse wird immer mit Sprüngen beendet, da das Springen dazu beiträgt, den Zusammenhang von Zeit und Raum zu erfassen, was für jeden Tänzer fundamental ist.
Richild SpringerRichild Springer wurde in Barbados geboren und in Jamaica ausgebildet. Nach ihrem Tanzabschluss am Bard College in New York schloss sie sich der DONALD MCKAYLE ‘S DANCE COMPANY an, um von dort zur DOUBLE EXPOSURE COMPANY (von Lester Wilson in Deutschland gegründet) zu wechseln. Richild Springer war Tanzbeauftragte für das Kulturministerium von Barbados und künstlerische Direktorin der BARBADOS DANCE THEATER COMPANY. Danach gründete sie ihre eigene Kompanie DANCE EXPERIENCE.
Als Tänzerin hatte Richild Springer Auftritte im französischen und englischen Fernsehen. In London arbeitete sie mit Molly MOLLOY und unterrichtete am London Contemporary Dance Theater. Sie war im Musical Cabaret zu sehen und ging mit Sammy Davis Jr. auf Tournee. Sie performte in der Bühnenshow Josephine BAKER`S Revue und wurde schon im Alter von 25 Jahren in Paris zur Darstellerin der Josephine BAKER ernannt. In Frankreich war Richild Springer von der Gründung bis zum Ende nicht nur Mitglied der PETER GOSS COMPANY sondern auch persönliche Assistentin von Peter GOSS.
Richild SPRINGER unterrichtete auch bei BALLET PRELJOCAJ, Maguy Marin und Philippe Trehet und bei BALLET DU NORD; in Belgien unterrichtet sie ROSAS (Anne Teresa De Keersmaeker) genauso wie CHARLEROI/DANSES, sowie die Kompanie ITZIK GALILI in den Niederlanden.
Sie arbeitete mit dem Produzenten Andrei SERBAN zusammen in
The Master and the Marguerite, und mit Yannis Kokkos als Tänzerin und Choreografin, in
Damnation of Faust, Salome, Alcester, Sad Tropics, Elektra, Hänsel und Gretel, Outis, Orestie, Midsummer Night Dream, Phaedra, Dido und Aeneas, Troyens, und
The Birds.
Im Jahr 2004 betraute sie Yannis KOKKOS mit der Rolle der
Nidya in Philippe FENELON‘s Oper
The Kings, und 2005 tanzte und choreografierte sie
The Bassarides von Hans Werner HENZE.
2008 arbeitete sie mit 14 TänzerInnen und SängerInnen für die Oper Julius Cesar, eine Produktion von Yannis KOKKOS, die in Nancy, Marseille, Caen und Bilbao gezeigt wurde. Ebenso arbeitete sie als Kompanietrainer für das BALLET PRELJOCAJ für deren Tournée nach on Prag, Bucharest und La Rochelle.
Photo: © Richild Springer