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Workshops 2008
Ismael Ivo
Week3: 28. Juli - 1. August
18:00 - 20:00Modern Ethnic Dance Int



Modern Ethnic Dance Intermediate
erhöhte Wahrnehmung

Tanz ist Ritual: heiliges Ritual, soziales Ritual. Im Tanz finden wir diese doppelte Bedeutung, die Teil des Ursprungs aller menschlichen Aktivität ist. Traditionelle Formen des ethnischen Tanzes bringen die StudentInnen mit ihrer eigenen Energie in Berührung und mit den anderen TeilnehmerInnen in Verbindung. Übungen aus dem Modern Dance werden für das Bewegungsbewusstsein herangezogen und führen zur Arbeit mit Bewegungssequenzen und Choreografien. Ziel ist es, den StudentInnen das Universum an unendlich vielen Bewegungsmustern zu offenbaren. Diese Muster kommen aus einem ruhigen Zentrum und bewirken einen Dialog der Bewegung mit anderen. Wenn du beginnst dich zu drehen, bewegt sich das Universum mit.





Ismael Ivo
Ismael Ivo, 1955 in São Paulo/Brasilien geboren, wurde bereits 1983 mit dem Trofeu Pirandello São Paulo ausgezeichnet. Es folgt 1983/84 ein Stipendium am Alvin Ailey American Dance Center in New York, bevor er 1985 nach Berlin zieht, wo er bis heute lebt. Neben seinen zahlreichen Soloabenden u.a. „Phoenix“ (1985), „Under The Skin“ (1986), „Delirium of a childhood“ (1989), „Die kreisrunden Ruinen“ (1991) und „Apocalypse“ (1992) machten ihn seine Choreografien „Francis Bacon“ (1993) und „Othello“ (1996), beides Produktionen unter der Regie des deutschen Tanztheaterchoreografen Johann Kresnik, international bekannt. Ismael Ivo hat eng mit Johann Kresnik und dem Japaner Ushio Amagatsu, Choreograf des weltbekannten Sankai Juku Ensembles zusammengearbeitet. Diese unterschiedlichen Erfahrungen verschmelzen mit seinen afrikanisch-brasilianischen Wurzeln.
Von 1996 bis 2000 leitete er das Ensemble des Tanztheaters am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo er insgesamt elf Stücke schuf. In den 1990er Jahren kooperierte er intensiv mit Theaterregisseuren, u.a. mit George Tabori. 1999 begann Ivos Zusammenarbeit mit Marcia Haydée, es entstanden die Duos „Tristan und Isolde“ (1999) und „M.- wie Callas“ (2002) sowie Choreografien für Ankara, Rio de Janeiro und Wien. 2006 erhielt die 2001 gemeinsam mit Koffi Kôkô und Yoshi Oida erarbeitete Produktion „Die Zofen“ nach Jean Genet den Londoner Time Out Live Award.
Der charismatische Tänzer ist Mitbegründer von ImPulsTanz im Jahr 1984 und bis heute an der künstlerischen Leitung beteiligt. Seit 2005 ist Ismael auch Artistic Director der Biennale di Venezia Settore Danza.
2010 erhielt er den Ordem do Merito Cultural do Brasil, die höchste kulturelle Auszeichnung Brasiliens.
Photo: © Ismael Ivo