Acrobatics for dancers
Benützung der Arme und Hände, als wären sie beine und Füße
In diesem Workshop werden wir die verschiedener Anwendungsmöglichkeiten von Akrobatik im Tanz untersuchen.
Wir beschäftigen uns mit unseren Händen und Armen und entwickeln Wege, um diese, genauso wie wir es als Tänzer von unseren Beinen und Füßen gewohnt sind, zu gebrauchen. Kopfüber-Positionen und akrobatische Sprünge werden analysiert, um so besser mit anderen Tänzern zusammenarbeiten zu können. Akrobatik wird ohne Matten am Boden geübt. Wir suchen bei den Kopfüber-Positionen die Stellungen und Möglichkeiten, bei denen wir uns wohl fühlen. Schultern und Handgelenke werden gekräftigt. Dies ist vor allem für die Akrobatik wichtig. Ebenso stärken wir die alternativen Bauchmuskelgruppen und machen verstärkt Dehnungsübungen, um Verletzungen vorzubeugen.
Alain Platel composition
Creating dance-performance material
In diesem Workshop werden wir verschiedenste Formen und Techniken der Improvisation und Komposition durchgehen und erleben, inspiriert aus Julianas Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Alain Platel bei der Kompanie Les Ballets C. de la B.
Die Klasse beginnt mit den unterschiedlichsten und vielfältigsten Methoden für das Aufwärmen, gefolgt von geleiteten Improvisationen, die die Möglichkeit bieten, Bewegungsmaterial für Tanz und Performance zu finden.
Juliana NevesJuliana Neves absolvierte eine Ausbildung für Gymnastik, Ballett und später für Zirkuskunst. Außerdem hat sie einen BA in Soziologie. In São Paulo war sie Mitbegründerin und Mitglied der Compagnie Cenica Nau de Icaros, mit der sie mehrere Preise für Zirkusproduktionen gewann. 1997 wurde sie auserwählt, Brasilien beim American Dance Festival für das Internationale Choreografen Residency Programm zu vertreten, wo sie bei David Dorfman, Lisa Race und David Zambrano lernte und für die Choreografin Maria Rovira performte. Wieder zurück in Brasilien, 1998, trat sie der Compagnie Quasar von Henrique Rodovalho bei, die sie später für den Cirque du Soleil verliess, bei dem sie eine der Hauptdarstellerinnen bei der Produktion „Dralion“ war. Sie gestaltete diesen Part selbst und performte ihn 1001 Male innerhalb von 3 Jahren. Juliana kreierte das Aerial Pas-de-deux, eine Luftartistik-Nummer mit Seidentüchern, gemeinsam mit dem Aerial Coach André Simard. Diese Nummer und ein weiteres Solo stellten den Höhepunkt bei „Dralion“ dar und wurden von den Kritikern hoch gelobt.
2002 zog sie nach Europa und arbeitete erst mit Philippe Decouflé und danach mit dem Les Ballets C. de la B. Seither tourte sie mit der Compagnie unter der Direktion von Alain Platel. Sie trat als Tänzerin und Luftakrobatin in den Stücken: „Wolf“ (2003) und „pitié!“ (2008) auf. 2004 führte sie gemeinsam mit Alain Platel Regie bei dem Projekt „Gamma“ und assistierte ihm bei dem Stück „vsprs“ (2006) während der zwei Jahe langen Tournée.
Juliana zeigte ihren Soloakt und unterrichtete Workshops in vielen Ländern: China, Italien, Holland, Belgien, in den USA, Brasilien. Sie ist Gastdozentin an der Zirkusschule Circus Juventas/USA, Nau de Icaros, Linhas Aereas/Brasilien und der ESAC in Brüssel.
Photo: Juliana Neves © Hirohisa Koike