Dance for Health
auf Basis der 5 Elemente
Unser Körper ist unser persönliches Territorium, in dem sich unser Leben abspielt. Für Tänzerinnen und Tänzer ist dieses Territorium auch ihre Bühne, auf der sie ihren Tanz entfalten. Unsere ganze Lebensgeschichte ist in diesem Raum-Körper gespeichert. Dadurch können wir unseren Körper wie eine „Landkarte“ betrachten, auf der wir ständig Spuren unserer Vergangenheit finden.
Wie funktioniert dieses Speichern von Informationen?
Unsere Emotionen und Gedanken entscheiden über den Energiefluss im Körper, sie schicken Befehle zu unserer Muskulatur, und diese reagiert einstimmig. Die Abfolge von Befehl und Reaktion dient als Information, die abgespeichert wird.
Die Bewegung unserer Muskulatur gibt unserem Körper seine Form. Die Lebendigkeit und Spannung der Muskulatur entscheidet über unsere Ausstrahlung. Das Zusammenspiel von Hunderten von Muskeln entscheidet über unseren individuellen Ausdruck. Dieser Ausdruck zeigt den anderen, was in uns vorgeht. Gleichzeitig liefert uns die bewusste Wahrnehmung dieser Muskulatur unzählige Information über uns selbst.
George Goodheart, der Gründer der Angewandten Kinesiologie, meinte, dass bestimmte Muskeln mit bestimmten Akupunkturmeridianen korrespondieren und dass sich aus der Funktion des jeweiligen Muskels Rückschlüsse auf den Energiefluss im jeweiligen Meridian ziehen lassen und umgekehrt. Die chinesische Medizin hat die Meridian-Bahnen in 5 Elemente gruppiert und zu jedem Element gehören spezifische Muskeln, Meridiane, Emotionen, Metaphern. Die Elemente sind Erde, Holz, Metall, Wasser und Feuer.
Diese 5 Elemente werden in dem Workshop analysiert und aufgezeigt, ebenso untersuchen wir welche Muskeln, Haltung, Gestik, Blockaden, Bewegung, Rhythmen, Emotionen etc. dazu gehören. Wir lernen auch allgemein unsere Aufmerksamkeit auf den Energiefluss und die Spannungsschwankungen der Muskulatur zu richten und die Beziehung zwischen unseren Gefühlen und unserem Ausdruck bewusst wahrzunehmen. Außerdem werden wir über spezielle kinesiologische Übungen und Selbstmassage den Energiefluss durch unseren Körper aktivieren, um Blockaden aufzulösen und mögliche Störungen zu korrigieren. Ziel ist die Schaffung einer energetischen Selbstbalance.
Es ensteht eine Reise nach innen, zu uns selbst, zu einer Erforschung der eigenen Landschaft nach unserer persönlichen „Landkarte“. Dies bietet uns eine Gelegenheit, unseren Lebens-Raum: unseren Körper, der unser Zuhause ist, zu entdecken, wahrzunehmen und bewusst zu bewohnen.
Im Mittelpunkt steht die Beschäftigung mit:
dem Energiefluss im Körper
den Techniken zur Herstellung eines ausgewogenen Energieflusses
den Meridian-Bahnen und den dazugehörigen Muskel-Gruppen
welche Muskeln uns über welche Emotionen Information liefern und wie sie den Ausdruck beeinflussen
der individuellen Selbstwahrnehmung des eigenen Körpers und somit der Verringerung der Verletzungsanfälligkeit
Fabiana PastoriniFabiana Pastorini wurde in Buenos Aires (Argentinien) geboren. Ihren ersten Tanzunterricht erhielt sie im Alter von neun Jahren. Parallel zum Gymnasium absolvierte sie ihr Studium an der Nationalen Ballet Schule mit einem Bachelor Abschluss für Pädagogik.
Darauf folgte eine Spezialisierung auf modernen Tanz. Die zwei wichtigsten Techniken für Modern Dance - Graham und Horton - eignete sie sich 1988 in New York an. Danach folgte ein Aufenthalt in Deutschland, wo ein Treffen mit Ismael Ivo 1991 eine mehrjährige Zusammenarbeit ergab.
Seit 1992 lebt Fabiana Pastorini in Wien. Sie unterrichtet bzw. choreografiert für die Ballettschule der Wiener Staatsoper, das Konservatorium Wien Privatuniversität, das Ballettseminar Wolfsegg,
Tanz für Europa und in verschiedenen europäischen Städten.
Seit mehreren Jahren arbeitet sie als Gastdozentin bei ImPulsTanz in Wien, wo sie Dance for Health und Tanz für integrative Gruppen von Menschen mit und ohne Behinderung unterrichtet. Im Rahmen einer Einladung nach Argentinien seitens der EMA, einer Gesellschaft für Multiple Sklerose, arbeitete sie mit dortigen Patienten. Das Studium der Kinesiologie brachte sie dazu, ihre eigene „Dance for Health"-Technik zu entwickeln. Dieses einzigartige System hat zum Ziel, Menschen auf sich selbst aufmerksam zu machen.
2011 beendete sie ihre Integrative Atemlehre-Ausbildung. Ihr wachsendes Interesse an den Heilungsmethoden ihrer Heimatkultur der Quetschuas Aymaras, Nachfolger der Inkas, führte zu regelmäßigen Besuchen in Nord-Argentinien, bei denen sie den Zugang zu ihren Wurzeln vertiefen konnte. Die untrennbare Verbindung dieser Kultur mit ihrer Umwelt brachte sie dazu, mehr und mehr Menschen einzuladen, an ursprünglichen Orten, mitten in der Natur zu tanzen. Daraus entstand eine neue Serie von Wochenseminaren, die TeilnehmerInnen zum Tanzen auf eine ursprüngliche Bühne führt, zu Stränden, Bergen, Wüsten und Flüssen und es ihnen ermöglicht, die Verbindung zu diesem Ursprung zu stärken.
Photo: Fabiana Pastorini © Api Sonquo (Corazón De Maíz)