Alexander Lab
problem solving for intermediate dancers
Die AT stärkt die gleichzeitige Darstellung von Bewusstsein und Handlung in ein und demselben Moment. Für TänzerInnen bedeutet das, die notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln, zu ENTSCHEIDEN, WIE sie an das, was sie tun, herangehen. Ein charakteristisches Merkmal der Alexander-Arbeit ist, dass die Aufmerksamkeit mehr auf den Prozess selbst als auf das Endresultat gerichtet ist. Diese Aufmerksamkeit auf den Prozess dient dazu, dynamische TänzerInnen zu schaffen, die im kreativen Fluss sind und die gut auf sich selbst aufpassen können. Die TänzerInnen lernen effizient in Harmonie zwischen Absicht und Ausführung zu arbeiten und gleichzeitig die Verletzungsgefahr zu verringern. Indem wir mit unserem angeborenen Körperdesign arbeiten, statt unbewusst gegen es anzukämpfen, können wir gesund und elastisch tanzen, verbunden mit der Fähigkeit, auf den Körper zu hören und sensibel und präsent mit ihm umzugehen.
Der erste Teil jeder Klasse wird in den Alexander-Prozess einführen und jeweils ein spezifisches dynamisches/Bewegungs-Charakteristikum behandeln, das für AT typisch ist, zum Beispiel Initiierung und nachfolgende Bewegung; Dreidimensionalität, Atem und räumliche Ausrichtung; lebendige, fließende Verbindung zum Inneren herzustellen, und einander entgegengesetzte Kräfte einzusetzen, um Auftrieb und Unterstützung zu finden. In der zweiten Klassenhälfte wird die Zeit dafür genützt, jene Tanzthemen und Probleme anzusprechen, die die TeilnehmerInnen erforschen wollen.
Aufgrund des Labor-Settings können diese Themen mit der "Alexander-Dynamik des Tages" behandelt werden. Die StudentInnen sollten bereit sein, Fragen, die sie erforschen wollen, einzubringen. Alle StudentInnen werden von Judith persönlich betreut.
Judith GrodowitzJudith Grodowitz unterrichtet Alexander Technik seit 1987. Ihre kreative Zugangsweise und ihr Geschick im Erstellen einzigartiger Klassen, sowohl für den/die Einzelne als auch für die Gruppe, ist sie eine international gefragte Dozentin in Europa, Asien, den USA und Indien. Judith wirkte in Hauptrollen als Mitglied des Obie Award gekrönten Skyfish Ensembles von Lee Nagrin mit und performte mit vielen ChoreografInnen in New York.
Sie zehrt von über 30 jähriger Erfahrung in Performance, bildender Kunst und Bewegung und ist zertifizierte Expertin für die Kunst der Atmung. Sie ist auf das Unterrichten für Performancekünstler spezialisiert und interessiert sich für Menschen jeden Alters und aus allen Lebensbereichen. Das beständige Interesse an Kinästhetik, Freude und einem Feingefühl für die Vorstellungskraft nährt ihre Arbeit. Zurzeit arbeitet sie mit Schauspielern am William Esper Studio (New York) und mit Vokalisten und Instrumentalisten am Mannes College für Musik (New York). Seit 1999 unterrichtet sie regelmäßig bei ImPulsTanz.
Photo: © Judith Grodowitz