Contemporary Technique
körperliches Zitat
“In diesem Workshop arbeiten wir mit bestimmten choreografischen Vorstellungen, die ich in meiner Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui entwickelt habe. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, einige der vermittelten Phrasen dieses Repertoires zu entwickeln und zu transformieren, indem sie verschiedene Qualitäten von Bewegung intuitiv und vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrung erkunden. Wir werden bestimmte Konzepte von Körper und Imagination, die in früheren Stücken (“Rien de Rien”, “Foi”, “D'avant”, “Tempus Fugit”) entwickelt wurden, als Ansatz für Kompositionen verwenden. (Knieschützer empfohlen).
Damien JaletDer Franzose und Belgier Damien Jalet ist Choreograf und Performer. Seit 2000 arbeitete er sehr regelmäßig und eng mit Sidi Larbi Cherkaoui innerhalb der Compagnien Les Ballets C de la B und und der Eastman Company, zusammen, wo er bei den Stücken „rien de rein“, „foi“, „Tempus fugit“, „Myth“ und kürzlich in „Tezuka“ tanzte.
Zusammen mit Cherkaoui entwickelte er einige Stücke, wie das preisgekrönte Stück „Babel (words)“, für das sie 2011 zwei Oliver Preise für die beste Tanzproduktion und die größte Errungenschaft im neuen Tanz, sowie den Benois de la Danse Preis für die beste Choreografie (Bolshoi Theater, Moskau), erhielten. „d'avant“, ein Stück das von der Compagnie Sasha Waltz and guests produziert wurde. Jalet arbeitete regelmäßig mit der isländischen Choreografin Erna Omarsdottir zusammen. Sie entwickelten in Zusammenarbeit mit der bildenden Künstlerin Gabriela Fridriksdottir die Stücke: „transaquania-out of the blue“, „transaquania-into thin air“ und „Ofaett (unborn)“. Omarsdottir und Jalet kreierten "black marrow" für die bekannte australische Compagnie Chunky Move beim Melbourne International Festival 2009.
2008 feierte Jalets die Premiere von "three spells" mit der Tänzerin Alexandra Gilbert und dem Komponisten Fennesz beim Tokyo International Arts Festival. Er arbeitete mit weiteren bekannten Choreografen, sowie Wim Vandekeybus („the day of heaven and hell“) und Akram Khan, für den er ein Solo im Stück „Desh“ entwarf. Mit Spitzenkünstlern aus anderen Bereichen, entwickelte er zahlreiche Produktionen, wie z.B. mit dem Theaterregisseur Arthur Nauzyciel für den er die Choreografie und die Performance für das Stück „Julius Caesar“, bei A.R.T. Boston oder für „The Seagull“ bei Cour d'honneur du Palais des Papes beim Avignon Festival, schuf.
Er arbeitete zusammen mit dem bildenenden Künstler Antony Gormley („Babel“) und Jim Hodges (Show 2011 in der Gladstone Gallery NY) und den MusikerInnen Lady and Bird (Choreografie für die Oper „Red Waters“), Olöf Arnalds (Skript und Choreografie für das Musikvideo für das Lied „Surrender“ im Duett mit Björk), Florence and the Machine (Choreografie des Musikvideos für das Lied „no Light no light“) und den Editors (Choreografie für das Video „You don't know love“), wobei alle drei Musikvideos in Zusammenarbeit mit Arni und Kinski und dem Kameramann Christopher Doyle entstanden.
Weiters arbeitete er mit dem Fotografen Nick Knight und dem Designer Bernhard Willhelm an dem Video „men in tights“, und mit dem Philosophen Giorgio Agemben und dem zeitgenössichen Musiker Stefano Scodanibio für die Choreografie der Oper „Il cielo sulla terra“ für die Oper in Stuttgart opera.
Sein nächstes Projekt ist eine neue Version von Ravels Bolero, die er in Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui und Marina Abramovic für das Ballett der Pariser Oper entwickelt und das 2013 gezeigt wird.
Damien Jalet unterrichtete eine sehr spezifische Form der zeitgenössischen Tanztechnik für viele Compagnien und Institutionen, wie u.a. für das Pina Bausch Tanztheater (Wuppertal), ImPulsTanz (Wien), Panetta Movement Center (New York), Centros de las Artes (Mexico), Chunky Move (Melbourne), Atelier de Paris und Ménagerie de Verre (Paris).
Photo: TeZukA © Hugo Glendinning