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Workshops 2007
Maud Paulissen &
Fabiana Pastorini
Week1: 16. - 20. Juli
09:30 - 12:00Warum ich tanze, was du tanzt! o

Warum ich tanze, was du tanzt!
Tanz für Menschen mit und ohne Behinderung

In tänzerischen Situationen benützen wir unsere gemeinsame intuitive Kommunikation,
um den Zusammenhang von Wahrnehmung und Bewegung als Gestaltkreis zu tanzen.

Wir verwenden dazu Tanztraining, Choreografie und Improvisation in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit. Tanzen wird als Erfahrungs-, Darstellungs- und Mitteilungsmöglichkeit verstanden und zeitgenössischer Tanz als ständiger Versuch, den Lebenszusammenhängen dieser Zeit auf den Leib zu rücken.
Das Aufwärmen des Körpers erfolgt partiell und total, in Statik und in Kinetik, mit tanztechnischen Grundelementen und auch Improvisationen mit und ohne Musik. Aufwärmen des Atems und Arbeit an einfachen tanztechnischen Sequenzen und Choreografien führen zur Arbeit an Improvisationen mit und ohne Musik bis hin zu einfachen Gestaltungen im Solo, im Duo und in der Gruppe.

Maud Paulissen und Fabiana Pastorini verbindet ein reger Gesprächsaustausch über Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Auch besuchen sie einander gegenseitig in ihrer Tanzklasse. Maud Paulissen kann auf eine langjährige Praxis als Tanzpädagogin und Rhythmikerin in verschiedenen Kontexten zurückblicken; Fabiana Pastorini ist Assistentin von Ismael Ivo und unterrichtet am Konservatorium Wien.



Maud Paulissen-Kaspar
Maud Paulissen, geboren und aufgewachsen in den Niederlanden, studierte Musik und Tanz in Maastricht, Niederlande und Wien. Danach folgte eine langjährige Lehrtätigkeit im Ausbildungsbereich Tanz, Schauspiel und Rhythmik u. a. am Konversatorium der Stadt Wien, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien, und eine Gastprofessur für Bewegungslehre und Improvisation mit Bewegung und Musik an der Janacekakademie für Musik und darstellende Kunst, Brünn, Tschechien. Sie war jahrelang Mitglied im Tanzbeirat der Stadt Wien. Seit vielen Jahren arbeitet sie als Musiktherapeutin, seit zehn Jahren setzt sie sich vermehrt mit Tanz für Menschen mit besonderen Bedürfnissen auseinander und ist Unterstützerin einer People First Gruppe in Wien.

Fabiana Pastorini
Fabiana Pastorini wurde in Buenos Aires (Argentinien) geboren. Ihren ersten Tanzunterricht erhielt sie im Alter von neun Jahren. Parallel zum Gymnasium absolvierte sie ihr Studium an der Nationalen Ballet Schule mit einem Bachelor Abschluss für Pädagogik.
Darauf folgte eine Spezialisierung auf modernen Tanz. Die zwei wichtigsten Techniken für Modern Dance - Graham und Horton - eignete sie sich 1988 in New York an. Danach folgte ein Aufenthalt in Deutschland, wo ein Treffen mit Ismael Ivo 1991 eine mehrjährige Zusammenarbeit ergab.

Seit 1992 lebt Fabiana Pastorini in Wien. Sie unterrichtet bzw. choreografiert für die Ballettschule der Wiener Staatsoper, das Konservatorium Wien Privatuniversität, das Ballettseminar Wolfsegg, Tanz für Europa und in verschiedenen europäischen Städten.
Seit mehreren Jahren arbeitet sie als Gastdozentin bei ImPulsTanz in Wien, wo sie Dance for Health und Tanz für integrative Gruppen von Menschen mit und ohne Behinderung unterrichtet. Im Rahmen einer Einladung nach Argentinien seitens der EMA, einer Gesellschaft für Multiple Sklerose, arbeitete sie mit dortigen Patienten. Das Studium der Kinesiologie brachte sie dazu, ihre eigene „Dance for Health"-Technik zu entwickeln. Dieses einzigartige System hat zum Ziel, Menschen auf sich selbst aufmerksam zu machen.

2011 beendete sie ihre Integrative Atemlehre-Ausbildung. Ihr wachsendes Interesse an den Heilungsmethoden ihrer Heimatkultur der Quetschuas Aymaras, Nachfolger der Inkas, führte zu regelmäßigen Besuchen in Nord-Argentinien, bei denen sie den Zugang zu ihren Wurzeln vertiefen konnte. Die untrennbare Verbindung dieser Kultur mit ihrer Umwelt brachte sie dazu, mehr und mehr Menschen einzuladen, an ursprünglichen Orten, mitten in der Natur zu tanzen. Daraus entstand eine neue Serie von Wochenseminaren, die TeilnehmerInnen zum Tanzen auf eine ursprüngliche Bühne führt, zu Stränden, Bergen, Wüsten und Flüssen und es ihnen ermöglicht, die Verbindung zu diesem Ursprung zu stärken.
Photo: Maud Paulissen-Kaspar © Marta Lamovsek