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Workshops 2006
Damien Jalet
Week4: 7. - 11. August
12:00 - 14:15Physical Verses Adv*
16:00 - 18:00ADD Contemporary Technique Adv

Physical Verses
körperliches Zitat

“In diesem Workshop arbeiten wir mit bestimmten choreografischen Vorstellungen, die ich in meiner Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui entwickelt habe. Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, einige der vermittelten Phrasen dieses Repertoires zu entwickeln und zu transformieren, indem sie verschiedene Qualitäten von Bewegung intuitiv und vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrung erkunden. Wir werden bestimmte Konzepte von Körper und Imagination, die in früheren Stücken (“Rien de Rien”, “Foi”, “D'avant”, “Tempus Fugit”) entwickelt wurden, als Ansatz für Kompositionen verwenden. (Knieschützer empfohlen).


Contemporary Technique

In diesem Workshop wird auf die Erkundung von natürlichen Verbindungen im Körper fokussiert und der Gebrauch der Schwerkraft in verschiedensten Aspekten (Zentrifugalkraft, potenzielle und kinetische Energy,...) wie auch Geschwindigkeit zur Erarbeitung herangezogen. Es ist das Ziel sich geerdet, dynamisch, frei und relativ mühelos zu bewegen.


Damien Jalet
Damien Jalet ist Franzose und Belgier. Nach ersten Theaterstudien am INSAS (National Institute of the Performing Arts, Brüssel) wechselte er zum zeitgenössischen Tanz, den er in Belgien und New York studierte. Seine Tanzkarriere begann mit dem Stück The Day of Heaven and Hell von Wim Vandekeybus. Er tanzte unter anderem mit den ChoreografInnen Ted Stoffer und Christine De Smedt.
2000 begann seine intensive künstlerische Partnerschaft mit Sidi Larbi Cherkaoui und der Compagnie Les Ballets C. de la B. Gemeinsam schufen sie die Stücke Rien de rien (2000), Foi (2003), Tempus Fugit (2004) und Myth (2006). 2002 kreierte er mit Cherkaoui, Luc Dunberry und Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola das Stück D'avant. 2005 entstand der Kurzfilm The Unclear Age in Co-Regie mit Erna Ómarsdóttir und den Filmemachern Dumspiro. Mit Erna Ómarsdóttir, Gabriela Fridriksdóttir und Raven schuf er das Stück Ofaett (Unborn) für das Théatre National de Bretagne.

2006 schuf er in Kooperation mit Sidi Larbi Cherkaoui und Alexandra Gilbert das kurze Duett Aleko für das Museum für Zeitgenössische Kunst von Aomori in Japan. Mit dem französischen Regisseur Arthur Nauzyciel und der Schauspielerin Anne Brochet erarbeitete er L'image von Samuel Beckett, aufgeführt zum 100. Jubiläum des Autors in Dublin.
Er arbeitete mit dem Philosophen Giorgio Agemben zusammen und kreierte die Choreografie zur zeitgenössischen Oper Il cielo sulla terra von Stefano Scodanibbio für die Stuttgarter Oper.
Mit Nick Knight und Bernhard Willhelm machte er 2008 das Video men in tights anlässlich der Präsentation von Willhelm Men's Collection 2008-09, der erste Schritt einer künstlerischen Zusammenarbeit mit dem Modedesigner.
Weiters choreografierte er Julius Caesar für das American Repertory Theater (Boston) und Ordet für das Festival d'Avignon 2008, beide Stücke unter der Leitung von Arthur Nauzyciel.
Im März 2008 kam das Stück three spells beim Tokyo International Arts Festival zur Premiere, die Live Musik hierfür stammte von Christian Fennesz.
Er assistierte Sidi Larbi Cherkaoui für das Stück In Memoriam für Les Ballets de Monte-Carlo und Loin für das Ballett des Grand Théatre de Genève.

Damien Jalet studierte Musikwissenschaften und Polyphonischen Gesang bei Giovanna Marini, Christine Leboutte, Nando Acquaviva und Nicole Casalongua u.a.
Damien unterrichtet an mehreren Institutionen und für Compagnien Charleroi/Danses (Brüssel), ImPulsTanz (Wien), Needcompany (Brüssel), Chunky Move (Melboune), Biwako Hall (Kyoto), Panetta Movement Center (New York), HJS (Amsterdam), Iceland Arts Academy (Reykjavik) u.a.

2009 spielte er eine wichtige Rolle bei Le musée de la mer, dem ersten Theaterstück der Schriftstellerin Marie Darrieussecq, das von Sjon (Bjork's Texter) übersetzt wurde, bei dem Nauzyciel Regie führte und das am Nationaltheater in Reykjavik gezeigt wurde. Zeitgleich führte er gemeinsam mit Erna Ómarsdóttir and Gabreilla Fridriksdottir Regie für das Stück „Transaquania-out of the blue“ mit der Iceland Dance Company, das in der Blue Lagoon in Island gezeigt wurde. Im selben Jahr kreierte er „Black Marrow“ für die Compagnie Chunky Move, wiederum in Zusammenarbeit mit Erna Ómarsdóttir, das beim Melbourne Arts Festival Premiere feierte, mit einem Originalsoundtrack von Ben Frost und einem Bühnenbild von der bildenden Künstlerin Alexandra Mein. Er choreografierte und tanzte im Musikvideo zu You don't know love der Indie Rock Band Editors, produziert von Arni and Kinski (Sigur Ros, Placebo) und gefilmt vom Filmemacher Christopher Doyle (In the mood for love, 2046, Paranoid Park, Hero).

2010 kreierte er das Stück „Babel“ gemeinsam mit Sidi Larbi Cherkaoui, mit einem Team von 13 TänzerInnen und 5 MusikerInnen und einem Bühnenbild von Antony Gormley (Turner Preis 94).