Netherlands Dans Theatre Celebrates Jirí Kylián - DVD
Auf dieser DVD:
"Bella Figura" - Nederlands Dans Theater I
"Sleepless" - Nederlands Dans Theater II
"Birth-Day" - Nederlands Dans Theatre III
"Bella Figura" - Nederlands Dans Theater I
Musik: Lukas Foss, Giovanni Battista Pergolesi, Alessandro Marcello, Antonio Vivaldi, Guiseppe Torelli
Film-Regie: Hans Hulscher
"Sleepless" - Nederlands Dans Theater II
Musik von Dirk Haubrich, nach Wolfgang Amadeus Mozart`s Adagio in C Moll K 617
Film-Regie: Hans Hulscher
"Birth-Day" - Nederlands Dans Theatre III
Choreografie, Konzept, Bühne & Beleuchtung: Jirí Kylián
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Film-Regie: Hans Hulscher, Petra Lataster-Czisch, Peter Lataster
"...... danach kehrten sie in Jirí Kylián "Birth-Day" noch einmal ihre chaplinesken Fähigkeiten hervor und trieben dem Publikum mit Bettszenen im Stummfilmtempo, Fechtszenen in Ritterrüstungen und einer Kuchenbackorgie die Tränen des Gelächters in die Augen. Allen war klar: Diese Leute gehen zum falschen Zeitpunkt von der Bühne ab. Nämlich viel zu früh. Hoffentlich kommen sie zurück."
(Wiebke Hüster, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2006)
"Geweint wurde in der Pause, am Schluss dann aber doch gelacht. Es war die Abschiedsvorstellung des Nederlands Dans Theater 3, die in Wien zur Eröffnung des Sommerfestivals ImPulsTanz über die Bühne ging. Die Zuschauer feierten eine handvoll Tänzer, deren jüngster, David Krügel, Ende vierzig, und deren ältester, Gérard Lemaitre, siebzig Jahre alt ist...Hans van Manen setzt heitere Zurückhaltung an das Ende aller Kämpfe, wenn sich endlich niemand mehr hinter seiner Maske verstecken muss und sich jeder so zu zeigen traut, wie er ist. Das ist auch eine der überragenden Qualitäten der Tänzerpersönlichkeiten des NDT 3, wofür sie stürmisch bei ihrem Abschied bejubelt wurden, mit Tränen in den Augen und einem Lächeln auf den Lippen."
(Eva-Elisbeth Fischer, Süddeutsche Zeitung, 2006)
„Wir sind alle geboren, und wir alle feiern dieses Ereignis alle 365 Tage… Dies ist der Zyklus der Zeit, in dem die Natur neu erwächst, stirbt und schließlich wieder erwächst – unabhängig von unserer Existenz. Wir stellen Fragen, warum wir geboren wurden, darüber, was vor unserer Geburt war und was nachher sein wird. Es gibt aber keine (und wird es auch niemals geben) zufrieden stellenden Antworten. Seit ich jung war, hatte ich das tiefe Gefühl, dass unsere Geburtsurkunde eigentlich unser Todesurteil ist (so wie Francis Bacon sagte: „After all, we are here to die“).
Manchmal, wenn wir Geburtstag haben, denken wir an den Tag, an dem wir geboren wurden. Aber vielleicht denken wir auch an den Tag, an dem wir sterben werden (oder wiedergeboren werden). Es ist immer das Gleiche, der selbe Zyklus des Jahres, das gerade vorüber ist – mit Knospen und frischem Grün, gefolgt von Blumen, Hitze und Sonne, voll von Reife und Erfüllung, die köstliche Ernte der Früchte und bald das Einsetzen des Frostes – das imaginäre „Ende der Zeit“, das allerdings alle Naturkräfte darauf vorbereitet, wiedergeboren zu werden.
Viel Zeit und Energie, angefüllt mit Schaffen, Wünschen, Liebe und Verwirrung, werden zwischen unserem Geburtstag und unserem Todestag verbracht… und während dieser Zeit machen wir uns oft lächerlich. Mozart, dessen Musik ich für diese Produktion ausgewählt habe, ist eines der besten Beispiele für jemanden, dessen Zeit zwischen Tag A und Tag Z schmerzlich begrenzt war, der aber nichtsdestotrotz das Leben in all seinem Reichtum, seiner Phantasie, Clownerie und Verrücktheit verstanden hat. Sein Geist und seine Akzeptanz dafür, dass unser Leben nicht mehr als eine Maskerade oder eine Kostümprobe für etwas Tieferes und Bedeutungsvolleres ist, haben mich zu dieser Arbeit inspiriert.“
Jirí Kylián