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Performances 2006
Spielort:
Burgtheater
Termine:
12. Juli, 20:30+22:00
14. Juli, 17:00+18:30
15. Juli, 20:30+22:00
Steve Paxton & The Lisbon Group (USA/P)
"New Work“

Der Name Steve Paxton löst Bewunderung und Respekt bei allen aus, die Tanzimprovisation schätzen. Er ist eine Kultfigur (und er würde es sich verbitten, so genannt zu werden). Der Amerikaner, Begründer der Contact-Improvisation, steht mit seiner beispiellosen Bühnenpräsenz für die letzte große Zeit im Tanz der USA. Und er ist neben Merce Cunningham eine der wenigen wirklichen Symbolfiguren des experimentellen Tanzes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Wo immer Paxton Einladungen annimmt, seine Anwesenheit verspricht stets Improvisationsabende von außergewöhnlicher Qualität. Das war 1997 in Wien so, als er Gast bei "Crash Landing" (Damaged Goods) war, 1998 in Paris bei "On the Edge" (organisiert von Mark Tompkins), 1999 bei Danças na Cidade in Lissabon und 2000 bei Boris Charmatz’ Projekt "Ouvrée – artistes en alpage". Zu den Künstlern, die 1999 mit ihm die temporäre Lisbon Group bildeten, schreibt Paxton: "Ich möchte mit diesen Leuten wieder zusammenarbeiten, weil es zwischen uns ein sehr zivilisiertes Protokoll gab. Manchmal wird über ein improvisatorisches ,Protokoll‘ im Voraus entschieden, wie in meinem eigenen Solo zu den Englischen Suiten von Bach oder Lisa Nelsons Arbeit mit Komposition … Obwohl die Lisbon Group keinen bestimmten Auftrag hatte, verwob sie mit Nachdruck (so dachte ich) Bilder miteinander."

Zur Lisbon Group zählen als Tänzer Boris Charmatz, Vera Mantero, Steve Paxton, Frans Poelstra, Teresa Prima und Sílvia Real. Sound und Musik: Nuno Rebelo, Marco Franco, Pedro Gonçalves und Rui Dâmaso. Licht: Eugénia Calado. Paxton hat alle diese außergewöhnlichen Künstler nach Wien eingeladen, um erstmals nach Lissabon wieder mit ihnen zu arbeiten, denn, so meint er, "diese Gruppe hatte in ihrem Arbeiten etwas wirklich Reifes und Interessantes."