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Engel aus Feuer im Wiener Odeon
Mit
Sergej Prokofjews selten gespielter Oper "Engel aus Feuer“ bringt
Philipp Harnoncourt ein frühes Meisterwerk der Moderne auf die Bühne – eine Geschichte, die an den Grenzen von Wahn und Wirklichkeit, zwischen der Vernunft und dem Okkulten, zwischen Liebe und Besessenheit angesiedelt ist. Die Hauptfigur, Renata, folgt ihrem Traum von höchster Sinnlichkeit und höchster Reinheit ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben und das Leben anderer - eine Figur, ähnlich radikal wie eine Lulu oder Elektra. Ihre Begegnung mit Ruprecht, einem jungen Mann, setzt schließlich auch in ihm etwas in Bewegung, das sein Leben aus den gewohnten Bahnen lenkt.
Gezeigt wird Prokofjews "Engel aus Feuer“ in einer musikalischen Bearbeitung von
Wolfgang Suppan. Der österreichische Komponist hat Prokofjews Orchesterfassung für diese Produktion für ein 15-köpfiges Kammerensemble umgeschrieben. In dieser "Destillierung“ des Werkes kommen die modernen Züge der Oper noch deutlicher zum Vorschein. Dabei unterstreicht der Einsatz von – auch schon zu Prokofjews Zeiten vorhandenen – neuen Instrumenten, wie Saxophon und Vibraphon, den Stellenwert des Werkes als Orchesterdrama.
Die musikalische Leitung übernimmt
Marino Formenti, Ulrike Kaufmann und
Erwin Piplits sind für die Ausstattung verantwortlich.
Engel aus Feuer
Oper in fünf Akten von Sergej Prokofjew, Opus 37, 1919-27
Libretto von Sergej Prokofjew nach dem gleichnamigen Roman von Walerij Brjussow
Premiere: 21. April 2010, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 25., 28. April und 1., 4., 6., 9., 12., 15. Mai 2010, jeweils 20 Uhr
Nähere Infos & Tickets gibt es unter:
www.odeon-theater.atPhotos © Odeon Theater