Physical Verses
körperliches Zitat
In diesem Workshop arbeiten wir mit bestimmten choreografischen Vorstellungen, die ich in meiner Zusammenarbeit mit Sidi Larbi Cherkaoui entwickelt habe. Die TeilnehmerInnen werden dazu angehalten, das Matertial weiterzuentwickeln und zu transformieren, indem die verschiedenen Bewegungen vor dem eigenen Hintergrund intuitiv studiert werdsen. Wir werden bestimmte Konzepte von Körper und Imagination, die in früheren Stücken („Rien de Rien”, „Foi”, „D'avant”, „Tempus Fugit”) entwickelt wurden, als Ansatz für Kompositionen verwenden. (Knieschützer empfohlen).
Damien JaletDamien Jalet ist Franzose und Belgier. Nach ersten Theaterstudien am I.N.S.A.S. (National Institute of the Performing Arts, Brüssel) wechselte er zum zeitgenössischen Tanz, den er in Belgien und New York studierte. Seine Tanzkarriere begann mit dem Stück "The Day of Heaven and Hell" von Wim Vandekeybus. Er tanzte unter anderem mit den ChoreografInnen Ted Stoffer und Christine De Smedt. 2000 begann seine intensive künstlerische Partnerschaft mit Sidi Larbi Cherkaoui und der Kompanie Les Ballets C. de la B. Gemeinsam schufen sie die Stücke „rien de rien“ (2000), „Foi“ (2003), „Tempus Fugit“ (2004) und „Myth“ (2006). 2002 kreierte er mit Cherkaoui, Luc Dunberry und Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola das Stück „D'avant“. 2005 entstand der Kurzfilm „The Unclear Age“ in Co-Regie mit Erna Ómarsdóttir und den Filmemachern Dumspiro.
Mit Erna Ómarsdóttir, Gabriela Fridriksdóttir und Raven schuf er das Stück „Ofaett“ (Unborn) für das Theatre National de Bretagne.
2006 schuf er in Kooperation mit Sidi Larbi Cherkaoui und Alexandra Gilbert das kurze Duett „Aleko“ für das Museum für Zeitgenössische Kunst von Aomori in Japan. Mit dem französischen Regisseur Arthur Nauzyciel und der Schauspielerin Anne Brochet erarbeitete er "L'image" von Samuel Beckett, aufgeführt im Rahmen seiner Hundertjahrfeierlichkeiten in Dublin.
Eine weitere Zusammenarbeit entstand mit dem Philosophen Giorgio Agemben. Er kreierte die Choreografie zu der zeitgenössischen Oper „Il cielo sulla terra" von Stefano Scodanibbio für die Stuttgarter Oper.
2008 arbeitete er mit Nick Knight und Bernhard Willhelm. Das Video „men in tights" entstand für die Präsentation der Willhelm Men's Collection 2008-09, als erste Zusammenarbeit mit dem Designer.
Weiters choreografierte er „Julius Caesar" für das American Repertory Theater (Boston) und „Ordet" für das Festival d'Avignon 2008, beide Stücke unter der Leitung von Arthur Nauzyciel.
Im März 2008 kam das Stück „three spells" beim Tokyo International Arts Festival zur Premiere, die Live Musik hierfür stammte von Christian Fennesz.
Er assistierte Sidi Larbi Cherkaoui für das Stück „In Memoriam“ für Les Ballets de Monte-Carlo und „Loin“ für das Ballett des Grand Theatre de Genève.
Damien Jalet studierte Musikwissenschaften und Polyphonischen Gesang unter anderem mit Giovanna Marini, Christine Leboutte, Nando Acquaviva und Nicole Casalongua.
Damien unterrichtete bereits an mehreren Institutionen und für Kompanies, sowie unter anderem: Charleroi-danses (Brüssel), ImPulsTanz (Wien), Needcompany (Brüssel), Chunky Move (Melboune), Biwako Hall (Kyoto), Panetta Movement Center (New York), HJS (Amsterdam), Iceland Arts Academy (Reykjavik).
Photo: © Damien Jalet