Playing in the Extremes
Gegensätze bestimmen das Leben
Bruno Caverna entwickelte diese kraftvolle Bodenarbeit mit der Zielsetzung, die Gegensätze, die in jeder Lebenssituation bestehen, zu erforschen. Die Basis ist, eine authentische Beziehung zwischen Atmung und Bewegung herzustellen. Die TeilnehmerInnen werden damit konfrontiert zu untersuchen, welche Bewegungsqualitäten und inneren Verfassungen in einem einander entgegengesetzten Moment des Atmens entstehen: einatmen und ausatmen. Diese Polarität kann als eine unserem ganzen Leben innewohnende existenzielle Bedingung betrachtet werden.
Caverna beginnt mit einem intensiven Training, das Techniken wie Gleiten auf dem Boden, Atemkontrolle, Drehen und Verdrehen, Spiralprinzipien und Kopfübertechniken in dynamischem Fluss miteinander verbindet. Letztendlich nur, um all dies wieder loszulassen und sich auf geistige und spirituelle Zustände zu konzentrieren, die einen tiefen persönlichen Ausdruck auslösen.
“Extreme” heißt es aufgrund des herausfordernden Faktums, dass der physische und der mentale Körper eine außergewöhnliche Bodenarbeit mit ungewöhnlichen Bewegungsmustern erfahren.
Bruno CavernaBruno Caverna tanzte bereits im Alter von 10 Jahren Capoeira in Rio de Janeiro. Er studierte bei brasilianischen „Maestres“ wie Peixinho, Nestor Capoeira, Toni Vargas, Gil Velho und Gato. Seit 1995 entwickelt Bruno Caverna seine eigene Methode und gehört dabei keiner bestimmten Schule oder Organisation an. In den 20 Jahren seiner Praxis ist ihm Capoeira eine Lebensphilosophie geworden, die er begeistert mit so vielen Menschen wie möglich teilt. Besonderes Anliegen ist ihm, Capoeira in verschiedene soziale Kontexte einzubringen, sei es in die Arbeit mit Straßenkindern in Brasilien, mit PsychiatriepatientInnen, mit Menschen mit Behinderung, in Flüchtlingslagern, im Amazonasgebiet, in Gefängnissen uä.
Seine Tanzausbildung erhielt Bruno Caverna in Brasilien und tanzte in Europa ua für Ultima Vez. Er unterrichtet in verschiedenen Tanzstudios und Ausbildungsstätten, ua am SNDO Amsterdam und im Laster Studio Brüssel.
Photo: Bruno Caverna © David Bergé