Modern Ethnic Dance Beginner
erhöhte Wahrnehmung durch sich wiederholende Bewegungen
Kreation ist Bewegung: der heilige Tanz entsteht aus dem Bedürfnis sich mit den ewigen Quellen der kreativen Kräfte des Kosmos zu identifizieren. Dieser Workhop nützt die traditionelle Form des Kreises, um die StudentInnen mit der Energie der Gruppe in Berührung zu brinegn. Der Bodenkontakt der Füße gemeinsam mit den Beckenvibrationen und der Ausbreitung der Arme befreit den Rumpf und macht ihn für den Rhythmus der sich wiederholenden Bewegungen frei. Mit diesen Wiederholungen intensiviert der Tanz unsere Wahrnehmung und drängt uns, das Unaussprechliche auszusprechen und das Unerklärliche zu wissen, aus dem einfachen Grund, weil wir eine Bewegung miteinander teilen. Spielerische Übungen werden uns ermöglichen, in unser Erinnerungsvermögen einzutauchen und unser Bewegungsvokabular zu erweitern.
Ismael IvoIsmael Ivo, 1955 in Sao Paulo/Brasilien geboren, wird bereits 1983 mit dem Trofeu Pirandello Sao Paulo als bester Solotänzer ausgezeichnet. Es folgt 1983/84 ein Stipendium am Alvin Ailey American Dance Center in New York, bevor er 1985 nach Berlin zieht, wo er bis heute lebt. Neben seinen zahlreichen Soloabenden u.a. PHOENIX (1985), UNDER THE SKIN (1986), DELIRIUM OF A CHILDHOOD (1989), DIE KREISRUNDEN RUINEN (1991) und APOCALYPSE (1992) machen ihn seine Choreografien FRANCIS BACON (1993) und OTHELLO (1996), beide Produktionen in der Regie des deutschen Tanztheaterchoreografen Johann Kresnik, international bekannt. Ismael Ivo verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Johann Kresnik und dem Japaner Ushio Amagatsu, Choreograf des weltbekannten "Sankai Juku"-Ensembles. Diese unterschiedlichen Erfahrungen verschmelzen mit seinen afrikanisch-brasilianischen Wurzeln.
Von 1996 bis 2000 leitete er das Ensemble des Tanztheaters am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo er insgesamt elf Stücke choreografierte. Garade in den 90er Jahren kooperierte er für zahlreiche Gruppenarbeiten mit Theaterregisseuren, u.a. mit George Tabori. 1999 begann Ivos Zusammenarbeit mit Marcia Haydée, es entstanden die Duos TRISTAN UND ISOLDE (1999) und M.- WIE CALLAS (2002) sowie Choreografien für Ankara, Rio de Janeiro und Wien. 2006 erhielt die 2001 gemeinsam mit Koffi Kôkô und Yoshi Oida erarbeitete Produktion DIE ZOFEN nach Jean Genet den Londoner Time Out Live Award. Seit Anbeginn 1984 bis heute ist Ismael Ivo künstlerischer Leiter von ImPulsTanz Workshops. Von 2005 bis heute ist Ismael auch Artistic Director der Biennale di Venezia Settore Danza.
Photo: © Ismael Ivo