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Stand: 28.11.2008
Workshops 2008
David Hernandez
Week1: 14. - 18. Juli
12:10 - 14:25Elastic Choreography Adv



Elastic Choreography
Komposition, (k)ein Trip

Durch die Wiederauflebung der Improvisation im Tanz in Europa der Mitte bis Ende der Neunziger Jahre, also in der Zeit in der das Projekt Crash Landing (in Zusammenarbeit mit meg Stuart und Christine de Smet) enstanden ist, scheint Improvisation als Performance wieder in den hintergrund getreten zu sein. Obwohl es nicht so offensichtlich ist, blüht diese Form der Performance in einem Kreis von Improvisationsbegeisterten und erlebt ihre Wiedergeburt bei verschiedensten Künstlern und der Verwirklichung verschiedenster Projekte. Immer mehr wird in Tanzstücken mit Improvisation als Basis oder Teil einer Struktur gearbeitet und für ihre Erarbeitung verwendet. Choreografie ist oft ein Hybrid aus Struktur und Improvisation, mein ELASTIC CHOREOGRAPHY-System miteingeschlossen.
Für diesen Workshop möchte ich auf mehrere Facetten der Improvisation eingehen. Die Fähigkeit zu improvisieren ist nicht notwendigerweise dieselbe Fähigkeit, die man beim Improvisieren braucht. Wenn ich einen Improvisationsworkshop leite, fühle ich mich verpflichtet, grundlegende Fähigkeiten für die Improvisation weiterzugeben, da es so selten ist, dass Methoden genügend forciert und gut unterrichtet werden und man niemals zuviel Übung haben kann.
Ich möchte mich auf die Probleme in der Improvisationpraxis konzentrieren und auf das Erschaffen spontaner Komposition, die für einen Zusschauer lesbar ist. Meine Absicht ist es, einige grundlegende Fähigkeiten zu streifen, um zum Aufbau einer gemeinsamen Sprache und als Warm-up für den späteren Improvisationsprozess beizutragen.
Der Workshop wird sowohl mit den Erfahrungswerten der Teilnehmer als auch mit meinen eigenen seine Form annehmen. Es geht um Komposition nicht um den Trip, obwohl ich nichts gegen einen Trip beim Komponieren habe.




David Hernandez
David Hernandez, geboren in Miami, studierte Studiomusik, Jazz und Oper an der Universität von Miami und Tanz an der New World School of the Arts, bevor er nach New York ging, um bei der Trisha Brown Dance Company zu lernen. 1993 ging er mit Meg Stuart nach Europa, wo er mithalf, Damaged Goods in Belgien zu gründen. Er arbeitete fast fünf Jahre als Performer, Trainingsleiter und Stuart‘s Assistent bei der Kompanie. Später verließ er die Kompanie, um sich in Brüssel seinen eigenen Arbeiten zu widmen, und zwar unter dem Namen Edwardvzw.
Er entwickelte das Improvisationsprojekt „Crash Landing“ (1996-1999) in Zusammenarbeit mit Meg Staurt und Christine de Smet. Weitere Improvisationsprojekte entstanden für Festivals wie
das Klapstuk, Springdance, Sum of the Parts und viele mehr. Er tanzte in Imrovisationen mit Künstlern wie Katie Duck, Steve Paxton, Vera Mantero und anderen.
Er unterrichtet regelmäßig in Belgien und international und ist seit 10 Jahren Lehrer unter anderem bei P.A.R.T.S. und leitete das The Performance Education Program (PEP) in Leuven bei der Klapstuk Festival- Residenz. Er erhielt Unterstützungen unter anderem von der Flämischen Regierung wie auch von anderen Produktionshäusern für die Realisierung seiner Arbeiten.
Die letzteren Projekte waren in Zusammenarbeit mit Rebecca Murgi (Italien), LaborGras (Deutschland), Anouk van Dijk Company (Niederlande), Anna Teresa De Keersmaeker and Rosas (Belgien).
David Hernandez schreibt weltweit über Musik, Tanz, Bildende Kunst, Multimediale Kunst, Events, Didaktik und Experimentelles Theater und ist als Pädagoge, Performer und Schaffender/Regisseur/Dramaturg sehr gefragt.