Modern Ethnic Dance Beginner
erhöhte Wahrnehmung durch sich wiederholende Bewegungen
Kreation ist Bewegung: der heilige Tanz entsteht aus dem Bedürfnis sich mit den ewigen Quellen der kreativen Kräfte des Kosmos zu identifizieren. Dieser Workhop nützt die traditionelle Form des Kreises, um die StudentInnen mit der Energie der Gruppe in Berührung zu brinegn. Der Bodenkontakt der Füße gemeinsam mit den Beckenvibrationen und der Ausbreitung der Arme befreit den Rumpf und macht ihn für den Rhythmus der sich wiederholenden Bewegungen frei. Mit diesen Wiederholungen intensiviert der Tanz unsere Wahrnehmung und drängt uns, das Unaussprechliche auszusprechen und das Unerklärliche zu wissen, aus dem einfachen Grund, weil wir eine Bewegung miteinander teilen. Spielerische Übungen werden uns ermöglichen, in unser Erinnerungsvermögen einzutauchen und unser Bewegungsvokabular zu erweitern.
Modern Ethnic Dance Intermediate
erhöhte Wahrnehmung
Tanz ist Ritual: heiliges Ritual, soziales Ritual. Im Tanz finden wir diese doppelte Bedeutung, die Teil des Ursprungs aller menschlichen Aktivität ist. Traditionelle Formen des ethnischen Tanzes bringen die StudentInnen mit ihrer eigenen Energie in Berührung und mit den anderen TeilnehmerInnen in Verbindung. Übungen aus dem Modern Dance werden für das Bewegungsbewusstsein herangezogen und führen zur Arbeit mit Bewegungssequenzen und Choreografien. Ziel ist es, den StudentInnen das Universum an unendlich vielen Bewegungsmustern zu offenbaren. Diese Muster kommen aus einem ruhigen Zentrum und bewirken einen Dialog der Bewegung mit anderen. Wenn du beginnst dich zu drehen, bewegt sich das Universum mit.
IMPULSIVE BODY
Improvisation Class for Performers
In diesem Workshop konzentrieren wir uns auf die Differenzierung innerhalb der Reichweite unserer Arme und dem größeren umgebenden Raum. Der Raum in unserer Reichweite, auch “persönlicher Raum” oder Kinesphäre, ist wie eine Blase um uns herum. Mithilfe eines handgroßen Balls können wir uns innerhalb der Blase in alle Richtungen ausstrecken, während wir immer in deren Zentrum bleiben. Wenn wir uns also in einen anderen Teil des Raumes bewegen, bewegt sich unsere Kinesphäre mit uns. Diese Technik lässt die Hände Bewegung initiieren, während der Körper am Boden rollen kann, der Ball um den Körper rollen kann, wir ihn werfen, drehen, fallen lassen und fangen können. Der Ball wird leicht in einer oder beiden Händen liegen, die Finger sind entspannt. Damit unterstützen wir, dass Bewegungsimpulse strömen können, sei es, dass wir sitzen, stehen oder gehen. Weiters werden andere Objekte und Elemente für eine Art Tanzinstallation, herangezogen. Mithilfe von Techniken aus der Akrobatik mit Seidentüchern und verschiedener Varianten der Raumnutzung werden die Teilnehmer sich mit Körper und Schwerkraft auseinandersetzen. Die Kreation von Bewegungen in der Luft bereichert die Performance-Fähigkeit, die in diesem Workshop studiert und erweitert werden kann.
Modern Expressive Dance Beginner
Ausdruck der geistigen und emotionalen Dimensionen des Körpers
Wie arbeitet man mit dem Körper in einem enorm konzentrierten und entspannten Zustand? Es ist möglich, Übungen mit geistigen Bildern zu verknüpfen und sowohl Muskeln als auch Nerven dehnbare Informationen zu übermitteln.
Die Klasse wendet die anatomischen Grundlagen der Lester Horton Technik und Elemente aus dem zeitgenössischen Tanz an, die die menschliche Anatomie respektieren und dazu beitragen, körperliche Schwächen zu korrigieren und die Teilnehmer auf jede Art von Tanz vorzubereiten. Indem wir das anatomische Potenzial des Körpers erforschen, lernen wir, seine geistigen und emotionalen Dimensionen zu entdecken und auszudrücken. Damit kultivieren wir das Tanzen mit einem sensiblen und intelligenten Körper.
Modern Expressive Dance Intermediate
Technik als Wegbereiter für die Fantasie
Über die Bewegung erforschen wir das anatomische Potenzial des Körpers, um seine Form besser zu verstehen und so seine geistigen und emotionalen Dimensionen zu entdecken und auszudrücken: Tanz für einen sensiblen und intelligenten Körper. Die Klasse wendet die anatomischen Grundlagen der Lester Horton Technik und Elemente aus dem zeitgenössischen Tanz an, die die menschliche Anatomie respektieren und dazu beitragen, körperliche Schwächen zu korrigieren. Dem Rumpf wird Release (Durchlässigkeit) gebracht und den Armen Ausbreitung, was eine Vorbereitung für die TänzerInnen auf jede Art von Tanz darstellt. In choreografischen Phrasen spielen wir mit Zeit, Rhythmus und Bewegungsqualität und üben damit diese heute notwendigen Fähigkeiten von TänzerInnen. Besondere Aufmerksamkeit schenken wir der Leistung, einen überzeugenden Performance-Charakter mit emotionaler Kraft zu entwickeln. Somit verstehe ich Technik als Basis für den kreativen Prozess und als Wegbereiter für die Fantasie.
Ismael IvoIsmael Ivo, 1955 in Sao Paulo/Brasilien geboren, wird bereits 1983 mit dem Trofeu Pirandello Sao Paulo als bester Solotänzer ausgezeichnet. Es folgt 1983/84 ein Stipendium am Alvin Ailey American Dance Center in New York, bevor er 1985 nach Berlin zieht, wo er bis heute lebt. Neben seinen zahlreichen Soloabenden u.a. PHOENIX (1985), UNDER THE SKIN (1986), DELIRIUM OF A CHILDHOOD (1989), DIE KREISRUNDEN RUINEN (1991) und APOCALYPSE (1992) machen ihn seine Choreografien FRANCIS BACON (1993) und OTHELLO (1996), beide Produktionen in der Regie des deutschen Tanztheaterchoreografen Johann Kresnik, international bekannt. Ismael Ivo verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Johann Kresnik und dem Japaner Ushio Amagatsu, Choreograf des weltbekannten "Sankai Juku"-Ensembles. Diese unterschiedlichen Erfahrungen verschmelzen mit seinen afrikanisch-brasilianischen Wurzeln.
Von 1996 bis 2000 leitete er das Ensemble des Tanztheaters am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo er insgesamt elf Stücke choreografierte. Garade in den 90er Jahren kooperierte er für zahlreiche Gruppenarbeiten mit Theaterregisseuren, u.a. mit George Tabori. 1999 begann Ivos Zusammenarbeit mit Marcia Haydée, es entstanden die Duos TRISTAN UND ISOLDE (1999) und M.- WIE CALLAS (2002) sowie Choreografien für Ankara, Rio de Janeiro und Wien. 2006 erhielt die 2001 gemeinsam mit Koffi Kôkô und Yoshi Oida erarbeitete Produktion DIE ZOFEN nach Jean Genet den Londoner Time Out Live Award. Seit Anbeginn 1984 bis heute ist Ismael Ivo künstlerischer Leiter von ImPulsTanz Workshops. Von 2005 bis heute ist Ismael auch Artistic Director der Biennale di Venezia Settore Danza.
Photo: © Ismael Ivo