Andrew de L. Harwood
Improvisation for Performers
spontane Erfindungskraft praktizieren
Im Kern dieses Workshops ist der Fokus auf Bewegungsstrukturen, die PerformerInnen verschiedener Hintergründe ermutigt, ihr Solo- und Duettvokabular zu redefinieren und zu erweitern, und die Experimente mit Tänzen in kleineren und größeren Gruppen erlauben. Durch zahlreiche Formen der Improvisation, räumliches Design, Bilder, Zustände, Zufallsprozeduren, Aufgaben und Spiele praktizieren wir spontane Erfindungskraft, verfeinern unsere Sinnesfähigkeiten und entwickeln verschiedene Kompositionsstrategien, die wiederum den Rahmen für interne Performances abgeben, die wir betrachten und diskutieren. Dieser gesamte Prozess verlässt sich auf die Bereitschaft der TänzerInnen, tief in sich selbst und in andere hineinzuhorchen, Risiko auf sich zu nehmen, auf sich selbst zu vertrauen und ihre Fähigkeiten als InterpretInnen in den Blickpunkt rücken zu lassen. Betont werden Kooperation und Kommunikation, persönlichkeitsbetontes Performen, klare Intention, Vertrauen und Instinkt.
Andrew de L. HarwoodAndrew de Lotbinière Harwood ist seit 1975 ein führender internationaler Lehrer, Performer und Schöpfer im Feld der spontanen Choreografie und der Contact Improvisation. Er ist der künstlerische Leiter von AH HA Productions, einer projektorientierten Kompanie in Montreal. Andrew studierte, lehrte und performte mit Steve Paxton und Nancy Stark Smith, den GründerInnen von Contact Improvisation. Er hat ebenso ausgiebige Erfahrung in Gymnastik, Yoga, Modern Dance, Release Technik, Improvisation und Aikido. Seine Arbeit wurde seit 1980 in zahlreichen internationalen Festivals gezeigt. Andrew tanzte für die Companien Fulcrum, Jo Lechay, Marie Chouinard und Jean-Pierre Perreault und arbeitet immer noch mit Echo Case. In Performances kooperierte er auch mit Peter Bingham, Marc Boivin, Chris Aiken, Kirstie Simson, Ray Chung, Lisa Nelson, Benôit Lachambre, Marc Thompkins, Ginette Laurin u.a. Er erhielt 2000 den Jacqueline-Lemieux-Preis des Canada Council.
Photo: Andrew de L. Harwood © Chris Randle