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Workshops 2007
Frey Faust
Woche3: 30. Juli - 3. August
18:00 - 20:00Dynamic Geometry Adv



Dynamic Geometry
sound shapes and transitions for movement artists
Axis Syllabus-universal motor principles – advanced

Die AS-ump™ (dt etwa: Auflistung der Achsen/universelle Bewegungsprinzipien) hat seinen Namen von einem medizinischen Orientierungssystem, das Achsen und Ebenen benutzt, um die Dimensionen und räumlichen Positionen des Körpers zu beschreiben. Eine Achse ist sowohl ein Punkt, um den ein Gelenk oder ein Bewegungssegment rotiert, als auch eine allgemeine Richtung. Eine Ebene ist sowohl eine Oberfläche oder ein Querschnitt als auch eine allgemeine Richtung. Diese zwei Konzepte beschreiben Raum und Orientierung und zeigen Masse in Bewegung an, was Trägheit impliziert. In beiden Fällen bringt Richtung Zeit, daher Dynamik und letztendlich Physiodynamik mit sich. Syllabus bedeutet Altgriechisch Liste oder Inhaltsverzeichnis. Syllabus kann auch als Liste angeeigneter Fähigkeiten, als Grammatik des Könnens beschrieben werden. Daher können die Axis Syllabus-universal motor principles™ die Grammatik der physiodynamischen Prinzipien genannt werden.

Die AS-ump™ ist ein Analysesystem für Trägheits- und Gewichtsverteilung, das auf jeden menschlichen Körper in jeder Situation angewendet werden kann. Bewegungsmuster werden nach den folgenden Kriterien untersucht: die Einhaltung gesunder Parameter für Gelenks- und Muskelfunktionen, logische Fall- und Gehreflexe und am allerwichtigsten: die Erhaltung der kinetischen Energie. Letzteres impliziert die Fähigkeit, trägheitsgetriebene Wellenbewegungen im Kern des Körpers, den sequentiellen Gebrauch verschiedener Körperteile zur Unterstützung und Fortbewegung und die Anwendung von zur dynamischen Situation jeweils passenden Ausrichtung zuzulassen und anzukurbeln.

Dieser Workshop für erfahrene BewegerInnen wendet “C-Star” und “Flight Basics” (siehe die anderen Workshopbeschreibungen) in komplexer und herausfordernder Art an. Allmähliches Zusammenführen der Motive, die die verschiedenen Prinzipien der Boden- und Standarbeit verweben, führt zu langen Phrasen.



Frey Faust
Frey Faust wurden von seiner Mutter Shekhinah Mountainwater, einer bekannten Autorin und Leitfigur der spirituellen Bewegung der Frauen in den USA, Ausrichtung, Disziplin und die Chance gegeben, seine selbstgewählte Leidenschaft zu entwickeln. Von seinem achten bis zu seinem fünfzehnten Lebensjahr arbeitete Frey Faust unter ihrer Leitung als Pantomime/Tänzer/Schauspieler und unter den verschiedensten Bedingungen - von der Straße bis hin zum Theater. Im Alter von 14 Jahren wurde er von Nita Little, der Mitbegründerin von Contact Improvisation, in das befreinde Konzept der Kontaktimprovisation eingeführt. Auf Marcel Marceaus Einladung hin studierte er ein Jahr an dessen Ecole de Mimodrame in Paris. Zurück in Kalifornien, seiner selbstbestimmten Weiterbildung folgend, trainierte er afro-haitanischen Tanz, Aikido, Capoeira and Perkussion. 1980 entschied er, sein Glück in New York zu versuchen. Zehn Jahre später, nachdem er mit einigen der besten New Yorker Tänzer wie David Parsons, Donald Byrd, Randy Warshaw, Gina Buntz, Ohad Naharin, Meredith Monk, Merce Cunningham and Stephen Petronio gearbeitet hatte, gab ihm die Werkstatt Düsseldorf (jetzt Tanzhaus NRW) in Deutschland die Möglichkeit, zwei Jahre lang Artist in Residence zu sein. Mit bundesdeutscher Unterstützung konnte er in dieser Zeit sechs Solos und drei abendfüllende Arbeiten schaffen und seine pädagogischen Ideen systematisieren. Er ist Schöpfer der "Axis Syllabus-universal motor principles (Achsen-Lehrkonzept über die universellen motorischen Prinzipien)" und Autor eines Buches darüber. Die Unterrichtsmethode lehrt Bewegungen, mit denen die StudentInnen unterstützt werden, die uns von der Natur gegebenen Geschenke zu gebrauchen und zu vertiefen.
Photo: Frey Faust © Darryl Ferrucci