Ballet for Contemporary Dancers
Leichter, mit mehr Freude und menschlicher
Die Klasse nimmt laufend die Reevaluierung der klassischen Technik mit Augenmerk darauf vor, die Bewusstheit der TänzerInnen gegenüber ihrem eigenen Alignment zu stärken. Libby Farrs Studium der Körpertechnik der Gyrokinese führte sie zu einem Warmup, das die StudentInnen ihren Körper tiefer wahrnehmen lässt, im besonderen die Wirbelsäule und das Atmen. Da leider Ballett auf Menschen oft so wirkt, als hätten sie die falsche Kleidergrösse an, ist für Libby wesentlich, Ballett leichter, freudiger und menschlicher zu machen. Die Mitte fordert die Teilnehmenden heraus, das Placement und die Entspannung der Stangenarbeit als Kraftquelle und als Motivation für ihre individuelle Dynamik zu nützen. Viel wird das Atmen angesprochen, auch um der Tendenz entgegenzuwirken, Bewegungen mit zu viel Krafteinsatz durchzuführen. Wieviel Energie braucht eine Bewegung tatsächlich?
Gyrokinesis
Das Zentrum unseres Körpers
Die Klasse beginnt mit Selbstmassage, um die Sinne zu wecken; Atemübungen stimulieren das Nervensystem. Dem folgen rhythmische Wirbelsäulen/Becken/Kopf-Spiralen und Wellenbewegungen in allen möglichen Bewegungsebenen. Wenn Wirbelsäule und Nervensystem für die Unterstützung der Extremitäten bereit sind, werden kreisförmige Arm- und Beinbewegungen integriert. Die Klasse bietet Dehnungs- und Kräftigungsübungen, die auf die Funktionalität des Rückgrates fokussieren und es damit entwickeln und stärken.
Libby FarrIhre Tanzausbildung erhielt sie an der Etage in Berlin. Gegenwärtig ist sie regelmäßige Gastlehrerin bei P.A.R.T.S. und bei der London Contemporary School u.a. und lehrt bei Kompanien wie Rosas, Ultima Vez, Charleroi Danses Brussels, und Batsheva Dance Company. In den letzten zwei Jahren war sie Ballettmeisterin beim Ballett Pretty Ugly in Freiburg.
Photo: © Libby Farr