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Workshops 2006
Ismael Ivo
Woche2: 24. - 28. Juli
16:15 - 18:15Modern Ethnic Dance Adv



Modern Ethnic Dance

"Was würde passieren, wenn wir uns, anstatt das Leben vorbeiziehen zu lassen, die Verrückheit und Wachheit erlaubten, dieses zu tanzen?" (R.Garaudy). Tanz ist Ritual, heiliges Ritual, soziales Ritual. Wir finden im Tanz diese doppelte Bedeutung, die Teil des Ursprungs aller menschlichen Aktivität ist. Die traditionelle Form des Kreises bringt die StudentInnen in Kontakt mit ihren eigenen Energien und in Beziehung zu den anderen Teilnehmenden. Der Bodenkontakt der Füße, die Vibrationen der Hüfte und das Ausbreiten der Arme befreien den Rumpf und öffnen den Weg zu repetitiven Bewegungen. Mit dieser Wiederholung verstärkt der Tanz das Bewusstsein und wird zur Notwendigkeit, das Unaussprechliche auszusprechen, das Unerklärliche zu wissen – einfach nur aus der Tatsache heraus, dass wir Bewegung miteinander teilen.


Ismael Ivo
Ismael Ivo, 1955 in Sao Paulo/Brasilien geboren, wird bereits 1983 mit dem Trofeu Pirandello Sao Paulo als bester Solotänzer ausgezeichnet. Es folgt 1983/84 ein Stipendium am Alvin Ailey American Dance Center in New York, bevor er 1985 nach Berlin zieht, wo er bis heute lebt. Neben seinen zahlreichen Soloabenden ua. PHOENIX (1985), UNDER THE SKIN (1986), DELIRIUM OF A CHILDHOOD (1989), DIE KREISRUNDEN RUINEN (1991) und APOCALYPSE (1992) machen ihn seine Choreographien FRANCIS BACON (1993) und OTHELLO (1996), beide Produktionen in der Regie des deutschen Tanztheaterchoreographen Johann Kresnik, international bekannt. Ismael Ivo verbindet eine enge Zusammenarbeit mit Johann Kresnik und dem Japaner Ushio Amagatsu, Choreograph des weltbekannten "Sankai Juku"-Ensembles. Diese unterschiedlichen Erfahrungen verschmelzen mit seinen afrikanisch-brasilianischen Wurzeln.

Von 1996 bis 2000 leitet er das Ensemble des Tanztheaters am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo er insgesamt elf Stücke choreographiert. Garade in den 90er Jahren kooperiert er für zahlreiche Gruppenarbeiten mit Theaterregisseuren, ua mit George Tabori. 1999 beginnt Ivos Zusammenarbeit mit Marcia Haydée, es entstehen die Duos TRISTAN UND ISOLDE (1999) und M.- WIE CALLAS (2002) sowie Choreographien für Ankara, Rio de Janeiro und Wien. Soeben erhielt die 2001 gemeinsam mit Koffi Koko und Yoshi Oida erarbeitete Produktion DIE ZOFEN nach Jean Genet den Londoner Time Out Live Award. Zur Zeit probt er an Choreographien in Mailand und Korea.
Seit Anbeginn 1984 bis heute ist Ismael Ivo Künstlerischer Leiter von ImPulsTanz Workshops.

Ismael Ivo gastiert auch gemeinsam mit Takashi Kako im Rahmen von ImPulsTanz 2006 mit seinem Stück “Apocalypse” am 9. und 11. August im Volkstheater.
Photo: © Ismael Ivo