WORKSHOPS
Übersicht aller Workshops
Zusatzworkshops
Workshop Levels
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Workshops 2006
Angélique Willkie
Woche1: 17. - 21. Juli
10:00 - 12:00Release Technique Int
14:50 - 16:50Voice & Movement o
Woche2: 24. - 28. Juli
10:00 - 12:00Release Technique Int
12:10 - 14:10Voice & Movement o

Release Technique
ohne überflüssige Spannung

Diese Klasse ist darauf ausgerichtet, sich im Raum so organisch wie möglich zu bewegen und kann, leger gesagt, als Verbindung von Limón und Release Techniken beschrieben werden. Entspannungsübungen am Boden kultivieren die Wahrnehmung von Gewicht, Raum, Bodenkontakt und dem minimalen Muskelgebrauch zur Ausführung von Bewegung. Dieser Teil kulminiert in einer Bodenphase, die diese Ideen direkt anwendet. Als logische Fortsetzung der Bodenübungen konzentriert sich die Standarbeit darauf, Unterstützung durch die Wirbelsäule zu entwickeln und die Muskeln frei und effizient, d.h. ohne jede zusätzliche Spannung und nur mit der, die wirklich für die Ausführung der Bewegung notwendig ist, zu bewegen. Isolation und Gewicht von Körperteilen, die Offenheit von Gelenksartikulationen und der Bodenkontakt sind Stimuli für Bewegung. Letztere fokussieren auch die Wachsamkeit der TänzerInnen, die körperlichen Energien und das Momentum zu lenken, die in und durch den sich bewegenden Körper entstehen.

Dieser Zugang stärkt den intelligenten Gebrauch des physischen Instruments und erlaubt jeder/m TänzerIn, die vollen organischen Möglichkeiten des Körpers zu entdecken. Die bewegungsbetonte Klasse spielt mit Raum, Niveauwechseln, Musikalität und Rhythmus und ist, vor allem, eine Gelegenheit, einfach zu tanzen!


Voice & Movement
Atem als erste Quelle für Bewegung und Stimme

„Traditionell ist Musik eine äußere Unterstützung für Tanz. Ich schlage vor, dass durch die Stimme die „Musik“ von den TänzerInnen selbst geschaffen und ausgeführt wird, in gleicher Weise und zur gleichen Zeit. Die Techniken der Stimm- und Bewegungsimprovisation können sehr ähnlich sein. Sie stammen vom gleichen Instrument: dem Körper. Wir verwenden Bewegungsimprovisation und Stimmübungen, um zum Atem als erste Quelle für Bewegung und Stimme zu gelangen. Durch Bewegungsimprovisationen schaffen die TänzerInnen für ihre Körper organische Bewegung. Ähnlich entdecken, erforschen und schaffen sie Geräusche und Musik, die für ihr Stimminstrument organisch sind, wenn sie die Quelle des Klanges stärker im Körper wahrnehmen. Wir nutzen Bewegung um zu Klang und Klang um zu Bewegung zu kommen. Wir erforschen die Stimme in individuellen und kollektiven Improvisationen, mit Bewegung als notwendiger Quelle und Unterstützung. TänzerInnen werden ihre Stimmen nutzen, um ihre eigene Bewegung oder die anderer zu begleiten, oder in der Gruppe eine polyphone Stimmimprovisation und Begleitung zu schaffen.

In jedem Fall geht es um den totalen Einsatz des Performanceinstruments, der die TänzerInnen ermutigen soll, gleichzeitig ihr Bewegungsvokabular, ihre Stimmpotentiale und die Beziehung zwischen ihrer Bewegung und ihrer Musik zu erforschen.
Die Arbeit möchte TänzerInnen ermutigen, ihre Stimme zu gebrauchen, heißt jedoch auch alle willkommen, die Stimmarbeit machen und beschränkt Bewegungserfahrung haben.


Angélique Willkie
In Jamaica geboren, mit derzeitigem Wohnsitz in Belgien, hat Angélique Willkie vor allem als Freischaffende gearbeitet, u.a. mit Cie Karin Vyncke, les Ballets C. de la B., Needcompany und als Sängerin mit der belgischen Weltmusikgruppe Zap Mama. Sie ist regelmäßig Gastdozentin bei Ultima Vez/ Wim Vandekeybus (Brussels), Park Studio/Henny Jurriens Stichting (Amsterdam), Charleroi/Danses (Brussels), Circuit-Est (Montreal), SEAD (Salzburg), u.a.
Photo: © Angélique Willkie