ImPulsTanz TURBO Residencies
Franziska Aigner, Katharina Aigner, Robert Müller, Astrid K. Wagner, Mathias Windelberg
Mutter‘s Vielfalt an Masken oder Was zum Teufel gibt‘s denn noch zu opfern. (Arbeitstitel)
Ein Filmprojekt
66 Jahre nach dem 1944 gedrehten Film Der Opfergang von Veit Harlan und 22 Jahre nach Christoph Schlingensiefs Adaption Mutter‘s Maske, treffen sich im Sommer 2010 eine Gruppe junger Künstlerinnen um die Reformulierung der Reformulierung zu drehen. Ein Filmabend am 8. März 2010 im Filmmuseum Wien, an welchem beide Filme, innerhalb der Reihe Deutschland in der Nacht - eine Filmgeschichte, zusammen mit dem experimentellen Kurzfilm Mein Papi von Jörg Buttgereit, gezeigt wurden, gab den Anstoss zu diesem Unterfangen.
Die geplante Reformulierung, welche sich nicht einem einzelnen Film zuwendet, sondern versucht gleich zwei Filme, Original und Adaption, in einem zu verarbeiten und behandeln, ist ein
Versuch sich sowohl mit der Strategie der Reformulierung und Adaption auseinanderzusetzen, als auch mit der eigenen Zeitgeschichte.
Mit Unterstützung von Impulstanz Wien im Rahmen einer Turbo Residenz und einer Projektförderung der Akademie der Bildenden Künste Wien
Arbeitszeit 15. Juli bis 15. August 2010
Biografien
Franziska Aigner, geboren in Salzburg/Österreich in 1985, schloss ihre Ausbildung an P.A.R.T.S. (Brüssel) im Sommer 2008 ab. Franziska beendete ihr Studium mit dem Duet Throwing Rocks gemeinsam mit ihrem Kollegen Gabriel Schenker, welches Teil des Aerowave Netzwerks ist und erfolgreich durch Europa tourt. Zusammen mit vier ehemaligen Schulkollegen (Fabian Barba, Marisa Cabal, Tuur Marinus, Gabriel Schenker) arbeitet sie innerhalb des Kollektivs/der Plattform
Busy Rocks. Neben ihrer eigenen choreografischen Arbeit führt Franziska auch in den Arbeiten von Alexandra Bachzetsis, Benjamin Vandewalle, Ula Sickle und Thomas Hauert/Thiery de Mey auf.
Katharina Aigner, geboren 1983 in Salzburg/Österreich, lebt und arbeitet in Wien. 2002-2005
Stage School of Music, Dance and Drama, Hamburg. Seit 2005 Studium der Theater, Film und Medienwissenschaften an der Universität Wien und seit 2007 Studium der
Perfomativen Kunst an der Akademie der Bildenden Künste, Wien. Ab September 2010 am Saint Martin College of Art&Design, London. Auswahl an Performances und Ausstellungsbeteiligungen 2009-2010: screening (Hotel de France Kino, Berlin); temporealität (fluc, Wien); alle anderen (Secession, Wien); and places we love the best (brut_konzerthaus, Wien); Perfomerin für Pavillion, Dorit Margreiter, La Biennale di Venezia; vienna rocks, vien suterov (Funen Art Academy, Dänemark); 3rd Transit, Performance Pool 2 (brut_konzerthaus, Wien); You´re a mess honey (grundsteinsieben, Wien). Seit 2009 Studienassistentin am Institut für Bildende Kunst, Prof. Carola Dertnig.
Robert Müller, geboren 1979 in Berlin/Deutschland. 2000-2007 Studium der Architektur an der Bauhaus- Universität Weimar (D) und an der TU Wien (AT), Diplom 2007 - seither
Tätigkeit als freischaffender Architekt. 2008 Preisträger des Henning Larsen Fonds,
Kopenhagen (DK). 2009 externer Lehrauftrag an der TU Wien für Architekturgeschichte. Seit 2008 Studium der Bildenden Kunst an der Akademie der Bildenden Künste, Wien (AT), Klasse für Performance und Bildhauerei bei Monica Bonvicini. Seit 2009 Studienassistenz am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften. Nebenbei Tätigkeit als freier Autor, u.a. für Texte zur Kunst. Lebt in Wien, Berlin und Basel.
Astrid Käthe Wagner, geboren am 30.04.1982 in Zeulenroda/Deutschland. Studiert seit 2007 Performative Kunst und Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ein Fokus von Astrid Wagners Arbeit – wie zum Beispiel in ihrer Recherche zur „Stadt des Kindes“ und deren Architektur von Anton Schweighofer – sind die komplexen Zusammenhänge zwischen baulichen Formen, dem Einsatz bestimmter Materialien im Öffentlichen sowie den damit verknüpften sozialen und pädagogischen Programmatiken. Mittels ihrer feinteiligen und vielschichtigen Collagen hinterfragt sie auch die politischen sowie identitätspolitischen Implikationen aktueller medialer Bildräume.
(Sören Grammel, Grazer Kunstverein)
Mathias Windelberg, geboren in 1983 in Stralsund/Deutschland studierte Malerei am Caspar David Friedrich Institut unter Prof. Ulrich Puritz von 2003 bis 2005.
Seit 2006 ist er Teil der Video und Videoinstallationsklasse unter Prof. Dorit Margreiter an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Neben seinen eigenen künstlerischen Projekten arbeitet Matthias auch als Light Designer für künstlerische und kommerzielle Film und Videoproduktionen.