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Édouard Lock (CA)
La La La Human Steps
Édouard Lock - Gründer, Künstlerischer Leiter und Choreograf der kanadischen Compagnie La La La Human Steps - begann seine Karriere als Choreograf im Alter von 20 Jahren. Von 1974 bis 1979 schuf er eine Werke im Auftrag verschiedener kanadischer Tanzcompagnien und –einrichtungen, unter anderem für die Groupe Nouvelle Aire, Les Grands Ballets Canadiens de Montréal, das Montreal Museum of Fine Arts und das Musée d’art contemporain de Montréal. 1980 gründete er schließlich seine Compagnie La La La Human Steps.
Mit den Jahren wurde Édouard Lock von einigen der weltweit führenden Tanzcompagnien engagiert, um für sie Stücke zu kreieren, so etwa vom Ballet de l’Opéra de Paris, Het Nationale Ballet of Holland und vom Nederlands Dans Theater.
Für seine Arbeiten wurde Édouard Lock mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter erhielt er den Chalmers Prize, Kanada’s wichtigsten Choreografiepreis (1998, 2001), den New York Dance and Performance Award, auch The Bessie genannt (1986), den Prix Denise-Pelletier - Québecs wichtigste Auszeichnung für darstellende Künste (2001), den Govenor General of Canada’s National Arts Centre Award (2001) sowie im Jahr 2003 den Benois de la Danse Choreografiepreis in Moskau für „AndréAuria“, das Lock im Oktober 2002 für das Ballet de l’Opéra de Paris kreiert hatte. 2010 wurde Lock mit dem Govenor General’s Award for Performing Arts bedacht und im selben Jahr Preisträger des Molson Prize des kanadischen Council fort he Arts. Außerdem erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität von Québec in Montreal.
Darüber hinaus entwickelte Édouard Lock das Konzept von David Bowie’s Welttournee „Sound and Vision“ 1990 mit und setzte sie als Künstlerischer Leiter in Szene. Der Choreograf arbeitete auch mit Frank Zappa im Rahmen der „Yellow Shark“-Tour zusammen, gemeinsam mit dem deutschen Ensemble Modern.
Auf Einladung von Robert Carsen und der Oper von Paris realisierte Édouard Lock 2003 die Produktion „Les Boréades“, das von den La La La Human Steps im Palais Garnier gezeigt wurde.
Mehrere Filme setzen sich mit dem Schaffen von Édouard Lock auseinander, beispielsweise „La La La Human Sex duo no 1“ von Bernar Hébert aus dem Jahr 1987 – ein Film, der sechs internationale Preise gewann. Oder „Le petit musée de Velasquez“ (1994), ebenfalls von Bernar Hébert. Im Septebmer 1997 wurde im Rahmen des Toronto Film Festivals der Dokumentarfilm „Inspirations“ des britischen Regisseurs Michael Apted vorgestellt, der Édouard Lock neben anderen Größen der zeitgenössischen Kunst und Architektur, etwa Roy Lichtenstein und Tadao Ando, porträtierte.
2004 feierte die filmische Adaption von „Amelia“, die Édouard Lock als Regisseur realisierte, beim Tribeca Film Festival und dem Slamdance Festival in Park City, Utah US-Premiere und wenig später in Europa im Rahmen des Karlovy Vary International Film Festivals. Dieser Film gewann Preise beim Chicago International Film Festival, beim Film Festival von Prag und dem Rose d’Or Festival in der Schweiz. Neben einer Nominierung für die Emmy Awards wurde „Amelia“ mit dem Spezialpreis der Jury des Banff World Television Festivals bedacht sowie zwei Gemini Awards für die Beste Regie und den Besten Schnitt.
Édouard Lock trägt die Titel Chevalier de l’Ordre du Québec (2001), Officer of the Order of Canada (2002) und Member of the Royal Society of Canada (2006).
Photo: Édouard Lock © Carl Lessard