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Robert Steijn (NL)
Robert Steijn versucht Magie ins Leben und ins Theater zurück zu bringen. Sein Instrument ist sein Körper in Verbindung mit dem Geist. Seiner Meinung nach muss man dieses Instrument pflegen, bevor man einem Publikum etwas Wertvolles bieten kann. Obwohl er als Kind der Disco aufgewachsen ist, und Trance-Zustände bei House-Musik in den 1980-er und 1990-er Jahren entdeckt hat, begann er spät auch für Publikum zu tanzen. Sein Helfer ist ein Hirsch, der viel in seinen Tanzstücken und Texten auftaucht. Er ist der Überzeugung, dass jede/r ein selbstgemachter zeitgenössischer Schamane werden kann, wenn er/sie den Weg der Poesie geht.
Sein Schaffen von Tanzperformance ist von zwei holländischen Choreografinnen beeinflusst, Gonnie Heggen und Desiree Delauney. Er war über zehn Jahre als Dramaturg für sie tätig. Zu den weiteren Einflüssen gehören zwei Avantgarde Tanzcompagnien aus Holland: Nieuw West und Maatschappij Discordia. Das Ausdenken von großen Ritualen, was er bereits einige Male getan hat, ist von seiner Zusammenarbeit mit der holländischen Regisseurin Lidy Six gefärbt. Sein Denken über Kunst ist von der Denk- und Arbeitsweise des Performancekünstlers Jack Smith und von den Poeten Whalt Whitman und Alan Ginsberg inspiriert. Roberts Ästhetik beruht auf der Förmlichkeit und Verspieltheit der Perfromance von Dan Graham und Matt Mullican. Sein Glaube an die spirituelle Dimension im Theater stammt von der Begegnung mit der Koreanischen Schamanin Hiah Park, von Ayahuasca Ritualen, langen Spaziergängen und von sehr signifikanten Träumen und Visionen, darüber welchen Pfad er im Leben einschlagen soll.
Photo: Robert Steijn © Ash Bulayev