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Wera Goldman (IL)
Bereits als Vierjährige hatte die in Wien geborene Tochter einer Künstlerfamilie ihre ersten Erfahrungen mit Tanz: als Schülerin der großen österreichischen Ballettänzerin Riki Raab. Vor dem Nazi-Regime floh sie in den 30er Jahren ins damalige Palästina, wo sie nach einigen Jahren in einer Pionier-Kibbuzgruppe ihrer Meisterin und Mentorin, Gertrud Kraus, begegnete, die dort die Israelic Opera Company leitete. Schon bald begann die junge Tänzerin sich mit ethnischen Bewegungsformen zu beschäftigen. Durch die Teilnahme an zahlreichen Familienfeiern lernte sie die unterschiedlichsten Schritt- und Tanzformationen aus erster Hand. Später machte sie in Australien mit den Volkstänzen des Pazifischen Raums, der Philippinen und Indonesiens Bekanntschaft. Ihrer Neugierde auf indische Tänze folgend reiste sie in den 70er Jahren vier Jahre durch Indien, wo sie sowohl Neues erlernte als auch ihr Wissen an Universitäten weitergab. Seit ihrer Rückkehr nach Israel in den 80ern unterrichtet sie hauptsächlich indischen und orientalischen Tanz und tourt mit ihrer israelischen Tanzgruppe in Israel. Wera Goldman engagierte sich in einem Waisenheim in Kerala (Südindien), tanzte mit und für australische Aboriginals und präsentierte anläßlich der Eröffnung des berühmten Sydney Opera House einen jemenitischen Kerzentanz. Anläßlich der bemerkenswerten Vortrags- und Veranstaltungsreihe "Wiener Tanz im Exil" wurde Wera Goldman im November letzten Jahres eingeladen, nach über 60 Jahren erstmals wieder ihre Geburtsstadt Wien zu besuchen, im Jüdischen Museum aufzutreten und eine Ehrung für ihre künstlerischen Verdienste entgegenzunehmen. Sie ist am glücklichsten, wenn sie für und mit Menschen ohne Bühnenkonventionen tanzen und frei improvisieren kann.
Workshops
1999: Israeli Dance