Artist
Jonathan Burrows (UK)
Jonathan Burrows & Matteo Fargion
Jonathan Burrows wurde 1960 geboren. Er tanzte 13 Jahre lang beim Royal Ballet, unter anderem auch als Solist, bevor er 1991 begann eigene Choreografien zu schaffen. Nachdem er jahrelang mit seiner eigenen Kompanie auf Tournee war, beschloss er im Jahr 2001, sich auf Zusammenarbeiten mit einzelnen KünstlerInnen zu konzentrieren und Konzepte, Arbeitsprozesse, Performance und Produktion der Arbeit zu teilen.
Seine erste Zusammenarbeit war „Weak Dance Strong Questions“ (2001) mit dem Regisseur und Performer Jan Ritsema, das in 14 Ländern gezeigt wurde. Es folgte eine Serie von Duetten mit Matteo Fargion, „Both Sitting Duet“(2002), dann „The Quiet Dance“ (2005), „Speaking Dance“ (2006), „Cheap Lecture“ (2009) und „The Cow Piece“ (2009). Bis zum heutigen Tag haben die beiden Künstler 200 Vorstellungen in 28 Ländern gegeben. „Both Sitting Duet“ gewann 2004 einen Bessie Award, New York Tanz und Performance Preis, und „Cheap Lecture“ wurde für das Het Theaterfestival 2009 in Belgien ausgewählt. 2010 kreierte Jonathan Burrows „Dogheart“, zusammen mit der Tänzerin Chrysa Parkinson. Weitere nahmhafte Produktionen entstanden in Zusammenarbeit mit Sylvie Guillem und William Forsythes Ballet Frankfurt, und 2008 als Co-Regisseur für Peter Handke's The Hour We Knew Nothing Of Each Other am National Theatre in London.
Burrows war Associate Artist am Kunstencentrum Vooruit in Gent, Belgien (1992- 2002), am South Bank Centre London (1998/99) und Kaaitheater in Brüssel (seit 2008). 2002 erhielt er einen Preis von der Foundation for Contemporary Performance Arts in New York, für seinen konstanten Beitrag für den zeitgenössischen Tanz.
Er ist Gastdozent bei P.A.R.T.S, Gastprofessor an der Königlichen Holloway Universität in London, an der Universität in Hamburg und der Freien Universität in Berlin. Er hat einen Ehrendoktortitel der Königlichen Holloway Universität in London. Er schrieb das Buch „A Choreographer's Handbook“ (2010), das bei Routledge Publishing erschienen ist.
Photo: Jonathan Burrows © David Bergé