Artist
Jennifer Monson (US)
Jennifer Monson (Künstlerische Leiterin, Choreografin und Performerin des iLAND-interdisziplinäres Labor für Kunst, Natur und Tanz) nützt choreografische Praxis, um Verbindungen zwischen Umweltthemen, Philosophie und Ästhetik herzustellen, um ein besseres Verständnis für unsere Umwelt zu ermöglichen.
Als künstlerische Leiterin von iLAND schafft sie großräumige Tanzprojekte, die von Phänomenen in der Natur und bebauter Umgebung inspiriert und geprägt sind. Aus ihrem Projekt „Bird Brain“ (2000-2011) entsprangen „Flight of Mind“ (2005) und vier Wanderprojekte: „Gray Whales“ (Frühling 2001); „Ospreys“ (Herbst 2002); „Ducks and Geese“ (Frühling 2004); und „Northern Wheatears“ (Herbst 2011). Jedes dieser Wanderprojekte folgt der Migration von Tieren und bietet Performances, Workshops und Podiumsdiskussionen über Migration, Navigation und Erhaltung der Tiere. 2007 schuf sie iMAP/Ridgewood Reservoir, eine Recherche und Performancepraxis, die ein Jahr im verlassenen Reservoir in New York City gedauert hat.
Derzeit arbeitet sie an „Mahomet Aquifer Project“ in Illinois (USA) und an SIP (sustained immersive process = fortwährend eindringender Prozess)/Wassereinzugsgebiet in New York City.
Zusätzlich unterstützt Jennifer Monson die Zusammenarbeit von KünstlerInnen aus dem Bereich der Bewegung, WissenschafterInnen, UmweltschützerInnen und Menschen, die Interesse an der körperlichen Auseinandersetzung mit Raum und Systemen haben, um der Öffentlichkeit ein kinetisches Verständnis für die urbane Umgebung von New York City zu ermöglichen. Hierfür gibt es ein Residency-Programm bei iLAB. Jennifer Monson ist Dozentin an der Tanzabteilung der University of Illinois, Urbana Champaign. Ihre Anstellung erhielt sie auf Initiative des Umweltschutzrats, mit dem Ziel auf dem Universitätscampus und auf nationaler Ebene Umweltbewusstsein zu fördern.
Photo: Jennifer Monson © Valerie Oliveiro